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Lieber Hirschau-Amberg als Paris-Prag
Wenn ich die Berichte zum Radwegebau in der Region verfolge, frage ich mich: Nach welchem System wird das Radwegenetz ausgebaut? Da werden Wege entlang deutlich wenig befahrener Straßen angelegt. Jeder neue Kilometer Radweg ist ein Fortschritt aus meiner Sicht. Eine der meist befahrenen Straßen im Landkreis, die Staatsstraße 2238 von Hirschau nach Amberg, wird beim Radwegebau scheinbar gemieden, man hat schon den Eindruck: Wie das Weihwasser vom Teufel. Spielt denn die Verkehrsdichte einer Straße überhaupt keine Rolle?
Die aus der Ferne vom Ministerium und vom Straßenbauamt genannte Alternative über Gebenbach und Poppenricht taugt aus meiner Sicht nicht als Alternative für Radler aus dem Kaolinpott. Sie ist bis knapp vier Kilometer länger und hügeliger, ein weiterer Nachteil für Senioren und kleinere Kinder. Zudem bietet die Strecke entlang der 2238 viel mehr Alternativen. Ab dem Industriegebiet Immenstetten gibt es fertige Radweganschlüsse nach Raigering, ins Vilstal und ans südöstliche Amberger Radwegenetz. Nutzt man die Verbindungsstraße von Bernricht nach Neubernricht, kann von dort am Ortsende gefahrlos der fertige Radweg nach Ammersricht und weiter in die Stadtmitte genommen werden. Herzustellen wäre deshalb nur der Lückenschluss zwischen Hirschau (Ortsausgang Kreuzweiher) und Bernricht. Knapp neun Kilometer, mehr nicht. Teilweise könnten vielleicht vorhandene Feldwege ausgebaut und mit genutzt werden.
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