Oberpfalznetz.de > Mitreden > Kommentare > Guttenberg tut sich und der CSU einen Gefallen

  • Seite 1
  • Seite 2
Von Jürgen Umlauft  |  21.01.2012  | Netzcode: 3112423  |  186 Mal gelesen.

Guttenberg tut sich und der CSU einen Gefallen

Kommentar von Jürgen Umlauft

Tomi_SW_Guttenberg-Comeback.jpg
Die Debatte über die Wulff-Nachfolge hält an ... Karikatur: Tomicek
Ein herzliches Dankeschön dem Freiherrn Karl-Theodor zu Guttenberg! Mit seiner Entscheidung, sich auf unbestimmte Zeit aus der Politik zu verabschieden, hat der gefallene Politstar der CSU nach vielen Irrungen und Wirrungen endlich einmal wieder das Richtige getan. Seine immer noch zahlreichen Fans mögen das bedauern, aber für die Politik im Land geht damit ein Spuk zu Ende, der immer bizarrere Formen angenommen hatte. Mit Verlaub: Es gibt wahrlich wichtigere Probleme als die Frage, ob ein überführter Hochstapler ohne die Einhaltung jeglicher Scham- und Verjährungsfristen wieder Volksvertreter sein kann oder sogar für hohe Staatsämter geeignet ist.

Auch für die CSU endet mit Guttenbergs Absage eine Hängepartie, die das Zeug gehabt hätte, die Partei zu spalten. Nüchterne Analytiker der Parteiseele haben schon lange erklärt, dass die Risiken einer Rückkehr des Freiherrn in das Tagesgeschäft die damit verbundenen Chancen weit überwogen hätten. Die eher strategischen Erwägungen als innerer Überzeugung geschuldeten Rückkehrangebote von CSU-Chef Horst Seehofer sind in weiten Teilen der Partei von jeher mit Skepsis beäugt worden.

Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen

Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.

Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.


  • Seite 1
  • Seite 2
Kommentare
Erhard Baumann  |  21.01.2012 16:16 Uhr

schade, dass es unsere Zeitung nötig hat, einen so linken Kommentar von Herrn Umlauft abzudrucken.
Er tut so als wäre seine "Geschreibe" allgemeine Meinung. Es ist unterste Schublade, wenn er Herrn zu Guttenberg jetzt erneut einen Sack voll Schmutz hinterher wirft und ihn zum Verbrecher stempeln will, obwohl er genau weiß, dass die Mehrheit der Bürger völlig anders denkt. In unserer farblosen Politiker-Landschaft täte uns ein Mann wie Herr zu Guttenberg sehr gut und sehr viele würden ihn sofort wählen. Aber linke Schreiberlinge wie Herr Umlauft prügeln schon mal vorsorglich mächtig auf ihn ein, um andere Meinungen schon vor dem Keim zu ersticken. Solche Difamierung und Unterstellungen sind mir lange nicht unter gekommen.

Registriert seit: 03.2002
Motto: keine Angabe
(Lieblings)-Webseite: Keine Angabe

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben:

Ihre E-Mail-Adresse:
Ihr Kennwort:

Noch nicht Mitglied im Oberpfalznetz?

Dann registrieren Sie sich hier!
Zum Artikel: Auch Hollande nährt die Illusion, es gäbe ein Allheilmittel

Auch Hollande nährt die Illusion, es gäbe ein Allheilmittel

Kommentar von Alexander Pausch

Der neue französische Präsident François Hollande ist scheinbar in der Offensive. Auf dem EU-Sondergipfel in Brüssel war er umschwärmt. Doch wer meint, daraus eine Vorentscheidung für eine künftige mehr...

Ein Holzkopf im Wald

Kommentar von Joachim Gebhardt

Man kann sich nur ans Hirn fassen: Was muss das für ein Mensch sein, der gefährliche Nägel heimtückisch in Wald- und Spazierwegen versteckt? Ein echter Umweltschützer sicher nicht, auch wenn er mehr...
Zum Artikel: Stromspeicher entscheiden über das Gelingen der Energiewende

Stromspeicher entscheiden über das Gelingen der Energiewende

Kommentar von Hans Klemm

Dem neuen Bundesumweltminister Peter Altmaier ist zu wünschen, dass er über die Zahlen nachdenkt, die von der Deutschen Energie-Agentur stammen. Demnach soll im Jahr 2022, wenn alle Atomkraftwerke mehr...
Zum Artikel: Der Lackmustest für Zeils Pläne kommt erst noch

Der Lackmustest für Zeils Pläne kommt erst noch

Kommentar von Jürgen Umlauft

Martin Zeil hat Wort gehalten. Sein Entwurf für das künftige Landesentwicklungsprogramm (LEP) ist dünn wie keines seiner Vorgänger. Dem Rotstift des Ministers sind weit mehr als die Hälfte aller mehr...