Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, rechtfertigte in unserer Zeitung seine Pläne, das Krankenhaus in Eschenbach zu schließen. Alle offenen Fragen konnte er aber nicht klären, wie das Schreiben dieses Lesers zeigt:
Im Artikel "Gesprächsbereit trotz Ausladung" wird das von Herrn Götz an mich adressierte Antwortschreiben erwähnt und Herr Götz mit einer ganzen Fülle von Argumenten zitiert, die darlegen, wie es um die finanzielle Lage der Kliniken Nordoberpfalz AG bestellt ist. Dies sind alles Argumente, die Herr Götz gebetsmühlenartig wiederholt, obwohl ich bereits in meinem ersten Leserbrief und in meinen Schreiben an Aufsichtsräte und Vorstände der Kliniken AG darauf hingewiesen habe, dass ich durchaus Verständnis für die angespannte Lage habe. Herr Götz blieb mir aber bei wichtigen Kritikpunkten eine Antwort schuldig:
Es bleibt unbeantwortet, warum Herr Götz und Dr. Hausel bis in den November 2011 hinein von einem Fortbestand des Eschenbacher Krankenhauses in der bisherigen Form sprechen konnten. Umso unverständlicher ist dies, wenn die Klinikleitung bereits seit September 2010 von der angespannte Situation in Eschenbach wusste, wie Herr Götz berichtet.
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20.01.2012
| Netzcode: 3111701 | 102 Mal gelesen.
Briefe an die Redaktion
Es bleibt unbeantwortet, warum das vom Vorstand noch im November 2011 verkündete Vorhaben, das Neustädter Krankenhaus zu schließen und dadurch die Eschenbacher Chirurgie zu stärken, nicht umgesetzt wurde. Wie kam es dazu, dass sich der Aufsichtsrat plötzlich nicht mehr hinter die Pläne des Vorstands stellte?
Es bleibt unbeantwortet, warum man nicht rechtzeitig die Bevölkerung, die niedergelassenen Ärzte und die Politiker vor dem sich anbahnenden Zusammenbruch warnte. Somit hätte man eben die Auslastung noch mehr forcieren können, wenn schon die Rahmenbedingungen sich geändert haben. Stattdessen ertönten aus Weiden über das Eschenbacher Haus vollmundige Schlagwörter wie "Stütze des Klinikverbunds", "Die niedergelassenen Ärzte können sich auf uns verlassen" usw.
Ich bleibe trotz aller Beteuerungen von Herrn Götz auch weiterhin bei meiner Meinung, dass das Eschenbacher Krankenhaus trotz vereinzelter Bemühungen nicht die Stärkung erfahren hat, der es schon seit Jahren bedurft hätte. In einer Art "Salamitaktik" wurde das Haus nach und nach zugunsten des Standorts Weiden weiter geschwächt. Ein Beispiel hierfür ist auch, dass man in den Wohngebieten der amerikanischen Mitbürger von Eschenbach und Grafenwöhr tausendfach Flyer verteilt hat, die für das Klinikum Weiden warben. Viele weitere Beispiele, wie das Haus immer mehr beschnitten wurde, würden den Umfang dieses Leserbriefs sprengen.
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20.01.2012
| Netzcode: 3111701 | 102 Mal gelesen.
Briefe an die Redaktion
In keinster Weise war der Weidener Vorstand mit Eschenbach solidarisch und hätten Teile des Aufsichtsrats nicht ihr Veto eingelegt, wäre das Krankenhaus Eschenbach schon jetzt komplett geschlossen. Nun gilt es, auf jeden Fall zu retten, was noch zu retten ist. Fehler der Vergangenheit dürfen nicht wiederholt werden und es bedarf einer anderen Offenheit und sicherlich vieler Kraftanstrengungen. Nun sind auch Bevölkerung, Ärzte usw. genügend sensibilisiert, um das Krankenhaus noch mehr als bisher zu unterstützen.
Bei allen Überlegungen der Verantwortlichen muss das Wohl des Patienten wieder im Mittelpunkt stehen, dieses muss mit den finanziellen Aspekten in Einklang gebracht werden. Es waren gute Pläne vorhanden, wie dies vielleicht gelingen könnte und ich appelliere hiermit an alle Verantwortlichen, sich auf diese zurückzubesinnen und einen neuen Weg zu beschreiten.
Walter ThurnEschenbach
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Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
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