München
Mitarbeiter bangen um die Arbeitsplätze
Furcht, aber auch Erleichterung nach Entscheidung über Manroland
Nach der Einigung über die Zukunft des insolventen Druckmaschinenbauers Manroland müssen tausende Mitarbeiter weiter um ihre Arbeitsplätze bangen. Am Montag will Insolvenzverwalter Werner Schneider mehr Details zum geplanten massiven Stellenabbau an den drei Standorten in Augsburg, Offenbach und Plauen offenlegen.Unter anderem müsse geklärt werden, welche Beschäftigte bereits etwa unter Altersteilzeitregelungen fallen oder selbst einen neuen Job gefunden haben. "Da gibt es noch allerlei Unwägbarkeiten", sagte ein Sprecher. Auch über eine Vielzahl weiterer Details müsse noch verhandelt werden.
Nach ersten Plänen sollen von 4700 Arbeitsplätzen in Deutschland noch 2500 bleiben. Bei Gewerkschaften und in den Kommunen überwiegt trotz der harten Einschnitte die Erleichterung, dass zumindest Teile des Konzerns nach der Zerschlagung weiter machen können.
Schnelle Vermittlung
Betriebsratschef Jürgen Bänsch sagte im Bayerischen Rundfunk: "Ich gehe davon aus, dass wir mit dem deutlichen und harten Personaleinschnitt eine Größenordnung erreicht haben, mit der wir langfristig stabil arbeiten können." Bis zum 31. Januar zahlen noch die Arbeitsagenturen das Insolvenzgeld für die Mitarbeiter. Ab dem 1. Februar sollen drei Transfergesellschaften an den jeweiligen Standorten die Mitarbeiter übernehmen, die nach der Zerlegung des Unternehmens nicht mehr an Bord bleiben können.
Die betroffenen Arbeitnehmer stürzen also nicht unmittelbar in die Arbeitslosigkeit und sollen möglichst rasch an andere Arbeitgeber weiter vermittelt werden.
Vor allem Augsburg zeigte sich erleichtert über die Übernahmepläne von Possehl. "Mit diesem Investor haben wir bereits bei Böwe Systec positive Erfahrungen gemacht", sagte Oberbürgermeister Kurt Gribl.
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