Von Hans Klemm |
18.01.2012
| Netzcode: 3108739 | 115 Mal gelesen.
Die zerstrittene Linke setzt auf ihre alternden Hoffnungsträger
Kommentar von Hans Klemm
Ordnung muss sein! Karikatur: Tomicek
Eigentlich müsste die Linke ein paar knackige Beiträge zur politischen Diskussion leisten. Sie könnte über US-Ratingagenturen herziehen und die EU-Krisenpolitik abkanzeln. Sie könnte für Mindestlöhne kämpfen, gegen sinkendes Rentenniveau, für gerechte Verteilung der Schuldenlasten. Zu hören ist nichts. Die Partei ist wieder einmal mit sich selber beschäftigt, mit kleinkarierten Hahnen- und Grabenkämpfen.
Das Bundestagswahlergebnis von 2009 (11,9 Prozent) ist Geschichte, momentan stehen eher 6 bis 7 Prozent auf der Haben-Seite. Alle Appelle, zumindest bis nach den Landtagswahlen im Mai in Schleswig-Holstein das Personalgerangel einzustellen, sind in den Wind gesprochen. Gregor Gysi und Oskar Lafontaine, jetzt 64 und 68 Jahre alt, sollen als Spitzenkandidaten 2013 den Erfolg von 2009 wiederholen. Dem Saarländer wird sogar erneut der Parteivorsitz angetragen, um den sich auch sein Gegenspieler Dietmar Bartsch bewirbt. Die Alt-Linken sind in die Jahre gekommen. Sie sind als politische Alternative im Bund nicht mehr wahrzunehmen.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
Von Hans Klemm |
18.01.2012
| Netzcode: 3108739 | 115 Mal gelesen.
Die zerstrittene Linke setzt auf ihre alternden Hoffnungsträger
Kommentar von Hans Klemm
Wie auch? Wer Schlagzeilen produziert mit Papieren, die den USA und der Nato Kriegsvorbereitungen gegen Syrien andichtet, wer mit radikalen Palästinensern sympathisiert, wer über "Wege zum Kommunismus" schwadroniert, Fidel Castro nostalgisch hofiert, der darf sich nicht wundern, dass er sich isoliert. Dieselbe Frage, die sich der FDP stellt (wer braucht sie noch?) darf sich nun auch die Linke stellen.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
Der neue französische Präsident François Hollande ist scheinbar in der Offensive. Auf dem EU-Sondergipfel in Brüssel war er umschwärmt. Doch wer meint, daraus eine Vorentscheidung für eine künftige
mehr...
Man kann sich nur ans Hirn fassen: Was muss das für ein Mensch sein, der gefährliche Nägel heimtückisch in Wald- und Spazierwegen versteckt? Ein echter Umweltschützer sicher nicht, auch wenn er
mehr...
Dem neuen Bundesumweltminister Peter Altmaier ist zu wünschen, dass er über die Zahlen nachdenkt, die von der Deutschen Energie-Agentur stammen. Demnach soll im Jahr 2022, wenn alle Atomkraftwerke
mehr...
Martin Zeil hat Wort gehalten. Sein Entwurf für das künftige Landesentwicklungsprogramm (LEP) ist dünn wie keines seiner Vorgänger. Dem Rotstift des Ministers sind weit mehr als die Hälfte aller
mehr...