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Von Stefan Zaruba  |  17.01.2012  | Netzcode: 3107619  |  126 Mal gelesen.

Nicht geschenkt, sondern hart erarbeitet: "Made in Germany"

Kommentar von Stefan Zaruba

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Rating-Wahn. Karikatur: Tomicek
Wie, wo, was? "Made in Germany" sollte fallen? Die EU wollte den Deutschen ein Prädikat wegnehmen, das für das nationalen Seelenleben so bedeutend war wie eine harte Währung oder wie ein Fußballsieg gegen England? Undenkbar und - wie die EU am Montag mit Nachdruck verbreitete - auch nie geplant. Die Bundesregierung hatte zwar irgendwie geahnt, dass an den angeblichen Plänen nichts dran ist, vorsorglich aber dennoch ihren Widerstand angekündigt.

Mit Erfolg haben sich inzwischen Branchen kleiner und kleinster Regionen die Herkunftsbezeichnung ihrer Produkte schützen lassen - vom Parma-Schinken bis zu den Spreewälder Gurken und einem Gebäck namens Meißner Fummel. Teichwirte der Region haben den Oberpfälzer Karpfen geadelt. Ausgerechnet "Made in Germany", das Vorbild aller erfolgreichen Herkunftsprädikate, vom Markt zu nehmen, wäre ein Treppenwitz gewesen. Und ganz nebenbei in der EU gegen die größte Volkswirtschaft kaum durchzusetzen.

Ein Wapperl allein bringt noch nicht viel. Wie der Oberpfälzer Karpfenzüchter müssen auch die deutschen Exporteure das Vertrauen der Kunden in die Qualität immer wieder neu erfüllen. Auch weil ihnen das gelingt, steht die Wirtschaft trotz Euro-Krise so gut da. Die jüngsten Ausfuhrstatistiken und die Jahreszahlen der Autohersteller kennen nur Superlative. Eben Erfolgsgeschichten "made in Germany".

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