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Schwandorf
"Normale Verhandlung" am Tag nach dem Mord
Tiefe Betroffenheit im Amtsgericht mit Blick auf das Dachauer Verbrechen - Freiheitsstrafe und ein sofortiger Haftbefehl
Amtsgericht Schwandorf, am "Tag 1" nach der schrecklichen Bluttat von Dachau, als ein Angeklagter im Gerichtssaal einen jungen Staatsanwalt erschoss: Nichts deutet auf besondere Sicherheitsaktivitäten hin, das "Geschäft" bei den Verhandlungen läuft in normalen Bahnen. Gegen einen Mann aus Tschechien wird eine Freiheitsstrafe "ohne" verhängt sowie ein sofortiger Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Natürlich sorgt das Verbrechen von Dachau auch am Amtsgericht in der Kreisstadt für Entsetzen, wird neben der täglichen Arbeit über mögliche Maßnahmen diskutiert.Klar sein dürfte, dass sich die absolute Sicherheit selbst bei erhöhtem Personalaufwand nicht gewährleisten lässt. Natürlich gibt es auch in Schwandorf bei gewissen Prozessen den Sicherheits-Check, wie vor nicht allzu langer Zeit bei der Verhandlung gegen einen Mann aus der rechten Szene geschehen, Sicherheitsschleuse inklusive. Sollte das auch beim "einfachen Diebstahl" oder der "üblen Nachrede" praktiziert werden? Diese Frage steht nun wieder im Raum. Die beiden Polizeibeamten gestern im Gerichtssaal haben nichts mit der generellen Sicherheitsphilosophie zu tun. Sie führen einen 42 Jahre alten Mann aus Tschechien herein, der zur ersten angesetzten Hauptverhandlung nicht kam.
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