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Von Stefan Zaruba  |  10.01.2012  | Netzcode: 3099319  |  141 Mal gelesen.

Billigfleisch dank Antibiotika: Das Spiel mit dem Feuer beenden

Kommentar von Stefan Zaruba

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Stein-Zeit. Karikatur: Tomicek
Penicillin & Co schlagen bisweilen auf den Magen, das steht auf jedem Beipackzettel. Auch die jüngsten Meldungen über Hähnchenfleisch, das mit resistenten Keimen belastet ist, können einem den Appetit verderben. Experten halten das Risiko für den einzelnen Verbraucher für überschaubar - wenn in der Küche nichts schiefläuft. Doch das ist der Punkt: Lebensmittel, die man wie Gefahrgut behandeln muss, gehören nicht in die Auslage. Mit Genuss haben sie ohnehin nichts zu tun.

Der Hausarzt hält die Antibiotika-Keule zurück, solange es geht. Die Waffe der Medizin gegen Bakterien soll nicht noch weiter abstumpfen. Der weltweite massenhafte Einsatz von Antibiotika - und nebenbei auch Hormonen - zur Billigfleisch-Erzeugung ist ein Spiel mit dem Feuer. Das ist lange bekannt und wird sich angesichts des Bevölkerungswachstums eher noch verschärfen.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hat einen Gesetzentwurf angekündigt, um zumindest in Deutschland zu handeln. Mal sehen, was am Ende herauskommt. Gut gemeinten Gesetzentwürfen ergeht es gerade in der Agrarpolitik bisweilen wie Masthähnchen: Unter dem Druck wahlweise von Lobbyisten oder den Ländern werden sie gerupft, zerlegt und abgezaust. Oder gleich auf Eis gelegt.

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