Die Wirbelsäule braucht Bewegung
Rückenschmerzen sind in Deutschland die Zivilisationskrankheit Nummer eins
(djd/pt) Etwa ein Drittel aller Arbeitsunfähigkeitstage entfallen in Deutschland auf Muskel- und Skeletterkrankungen. Die Hauptursache für die Entstehung der Beschwerden ist der Mangel an Bewegung, der zu einer Verkümmerung der Muskulatur und Schädigung der Wirbelsäule führen kann.
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| Aktiv Rückenschmerzen vorbeugen. Bild: djd |
Muskulatur stärken
Dr. Sven A. Clausen, Personal Trainer und Leiter des Trainernetzwerks "Sport für Hanseaten" in Hamburg, erklärt die Zusammenhänge: "Unser Alltag bietet zu wenig Bewegung für Muskeln, Bänder und Gelenke, deshalb müssen wir unseren Rücken mit Dehnungs- und Kräftigungsübungen mobilisieren und stabilisieren." Besonders wichtig sei hierbei eine kräftige und dehnfähige Rumpfmuskulatur, bestehend aus Rücken- und Bauchmuskeln. Generell sei zudem jede Art der Bewegung gut für die Wirbelsäule. "Es hilft schon viel, statt mit dem Auto einmal mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren oder die Treppe statt des Aufzugs zu nehmen." Perfekt sei zudem ein Ausgleichssport wie Nordic Walking. Oder im Fitnessstudio gezielt die Rumpfmuskulatur aufzubauen. "Jede Unterbrechung einer einseitigen Belastung ist günstig", betont Dr. Clausen.
Frühzeitig vorsorgen
Rückenerkrankungen sind laut Deutscher Rentenversicherung Bund (DRV) auch für etwa jeden sechsten Fall von Berufsunfähigkeit verantwortlich. "Der Schutz vor Berufsunfähigkeit sollte auch aus diesem Grund absolute Pflicht sein", betont Andreas Reitmeier, Experte für Berufsunfähigkeitsversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen. Reitmeier rät dazu, möglichst früh in diese Vorsorge einzusteigen: "Dann erhält man den Schutz günstiger und einfacher, weil junge Leute selten Zuschläge oder Leistungsausschlüsse wegen Vorerkrankungen befürchten müssen."
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