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Von Alexander Pausch  |  09.01.2012  | Netzcode: 3098093  |  117 Mal gelesen.

Deutsche Arroganz gefährdet die Bewältigung der Schuldenkrise

Kommentar von Alexander Pausch

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Bundespräsident unter Spannung. Karikatur: Tomicek
Einige können es nicht lassen, mit dem Finger auf Griechenland zu zeigen. So wie der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und seine CSU. Dabei trägt die Jagd auf Sündenböcke rein gar nichts zur Lösung der gemeinsamen europäischen Probleme bei. Im Gegenteil: Die Forderung, Defizit-Sünder aus dem Euro zu werfen, die indirekt auf die Hellenen zielt, fällt Deutschland auf die Füße.

Zum einen verstößt die Bundesrepublik seit geraumer Zeit gegen den Stabilitätspakt. Die Staatsverschuldung liegt hierzulande mittlerweile bei mehr als 80 Prozent des Brutto-Inlandsproduktes. Zum anderen erschwert Seehofers Schwadronieren nicht nur die deutsche Europapolitik, sondern droht sie zu Fall zu bringen. Andere Europäer grummeln wegen der geplanten "Fiskal-Union" über das deutsche Diktat und über die deutsche Arroganz.

Seehofer und die CSU leiten Wasser auf deren Mühlen. Ihnen sollte die Warnung des tschechischen Außenministers Karel Schwarzenberg - ein Freund der Deutschen - in den Ohren klingen: "Der reiche Onkel, der geholfen hat und das demonstrativ zur Schau trägt, geht einem auf die Nerven."

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