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Von Alexander Pausch  |  30.12.2011  | Netzcode: 3090445  |  134 Mal gelesen.

Mindestlohn ist ein Instrument für auskömmliche Löhne

Kommentar von Alexander Pausch

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Alle Jahre wieder. Karikatur: Tomicek
Die Stundenlöhne, die das Statistische Bundesamt nennt, lassen angesichts ihrer geringen Höhe immer wieder aufhorchen, obwohl sie seit Langem bekannt sind. 6,50 Euro im Gartenbau oder nur 5,26 Euro im Konditorenhandwerk - da verdiente vor 25 Jahren mancher Ferienarbeiter bereits mehr. Seither aber hat die Inflation die Kaufkraft ausgezehrt.

Ohne Zweifel, über den Niedriglohnsektor wird seit Langem gestritten. Und ohne Zweifel hat die Absenkung der Hürden im Zuge der Hartz-Reformen geholfen, die Arbeitslosigkeit abzubauen, wenngleich noch ein weiter Weg vor uns liegt. Und ohne Zweifel haben die Hartz-Reformen dazu beigetragen, dass viele Industrieländer neidisch auf den robusten deutschen Arbeitsmarkt blicken.

Der Preis dafür sind nicht auskömmliche Löhne und eine absehbare Zunahme von Altersarmut, weil es vielen gar nicht gelingen kann, privat vorzusorgen. Nicht nur die Politik, auch die Tarifparteien sind deshalb in der Pflicht. Allerdings gilt es nicht, die Arbeitsmarktreformen zurückzudrehen, sondern für bessere Löhne zu sorgen. Bildung ist ein Instrument, ein weiteres ein Mindestlohn.

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