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Von Alexander Pausch  |  23.12.2011  | Netzcode: 3084064  |  114 Mal gelesen.

Irak bleibt auch nach dem US-Rückzug ein Schlachtfeld

Kommentar von Alexander Pausch

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Berliner Schneekugel. Karikatur: Tomicek
Die jüngste blutige Anschlagsserie im Irak war nicht die erste, und sie wird vor allem nicht die letzte bleiben. Wenige Tage nach dem offiziellen Ende der amerikanischen Truppenpräsenz zwischen Euphrat und Tigris befeuern sie aufs neue die Ängste vor einem Auseinanderbrechen des Landes.

Allerdings sind die Anschläge weniger Ausdruck des mit fast allen Mitteln ausgetragenen Kampfes zwischen Sunniten und Schiiten um die Vorherrschaft im Land, sondern sie tragen vor allem die menschenverachtende Handschrift von Al Kaida. Die Terrororganisation ist trotz der amerikanischen und irakischen Anstrengungen nicht zerschlagen worden. Sie hat ein Interesse an Instabilität und daran, dass die Religionsgruppen aufeinander losgehen.

Unabhängig davon bleibt Irak eine Spielwiese und ein Schlachtfeld im Kampf um die Vorherrschaft in der arabischen Welt. Die Gegner: Iran auf der einen Seite und auf der anderen Seite Saudi-Arabien, die Türkei sowie die USA, der westliche Verbündete beider Länder.

Dabei ist auch klar, dass die letzteren Drei nicht immer an einem Strang ziehen, sondern auch eigene Wege gehen.

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