Von (bjp) |
22.12.2011
| Netzcode: 3082934 | 170 Mal gelesen.
Trabitz
Wer wohnt im "Reservat"?
Kindergruppe "Kleine Störche" auf Spurensuche im Grünbachtal - Freude über vielfältige Fauna
Trabitz. (bjp) Tiere kennen keine Visitenkarten. Und doch hinterlässt jedes von ihnen seine unverwechselbare "Schrift" in der Natur. Das lernten die "Kleinen Störche" der Naturschutzgruppe bei ihrer Gruppenstunde, die überschrieben war: "Wer wohnt denn da?"
Aufs Neue vergewisserten sich die "Kleinen Störche": Im Grünbachtal fühlen sich viele Tierarten wohl. Und dazu haben auch die Kinder und Jugendlichen der Trabitzer Naturschutzgruppe ihren Teil beigetragen. Bild: bjp
Zum "Aufwärmen" ging es mit einer leichten Frage los. Viele Erdhügel auf der Wiese - wer mag da wohl am Werk sein? Für die jungen Naturkenner kein Problem: Ein Maulwurf, der eigentlich "Mullwurf" (Erdaufwerfer) heißt, baut sich hier "haufenweise" Denkmale, während er mit bis zu sieben Metern pro Sekunde Gänge durch den Erdboden gräbt.
In diesem Gangsystem wohnt er und inspiziert es nach Nahrung. Die besteht hauptsächlich aus erdbewohnenden Würmern, Käfern und anderen Insekten sowie deren Larven und Puppen. Mit seinen Tasthaaren kann er in der Dunkelheit seine Beute aufspüren. Maulwürfe halten keinen Winterschlaf und sind deshalb ganzjährig aktiv.
Meister Biber unterwegs
Und da: eine Schleifspur. Hier war Meister Biber unterwegs, um Äste zum nahen Grünbach zu transportieren. Dort befinden sich sein Staudamm und seine Biberburg, an denen es immer wieder etwas auszubessern gibt. Vor allem aber sind Baumrinde und zarte Äste seine bevorzugte Winternahrung, denn Biber sind Vegetarier.
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Wer wohnt im "Reservat"?
Kindergruppe "Kleine Störche" auf Spurensuche im Grünbachtal - Freude über vielfältige Fauna
Besonders spannend der Blick in die Nistkästen, die die Trabitzer Naturschutzgruppe des Landesbundes für Vogelschutz im Grünbachtal angebracht hat. An den Nest-Überbleibseln lässt sich erkennen, welche Vögel dort in der warmen Jahreszeit ihre gute Stube eingerichtet hatten.
So fand sich in einem Kasten ein Nest aus kleinen Rindenstückchen und Laub: Offenbar hatte es sich dort eine Kleiberfamilie gemütlich gemacht. In anderen Nistkästen hatten Kohlmeisen, Blaumeisen oder Gartenrotschwänze ihren Nachwuchs aufgezogen.
Hier und da fand sich sogar Fledermauskot: Nach Ausfliegen der Vogeljungen hatten sich kleine "Nachtjäger" den Kasten als Sommerquartier ausgesucht und waren nach Einbruch der Dämmerung zur Insektenjagd im Grünbachtal gestartet.
Dass sie und so viele andere Tiere sich in dem "Reservat" wohlfühlen, freut die "Kleinen Störche". Denn sie wissen: Wo die Natur intakt ist, geht es auch den Menschen gut.
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"Alter Mann ist kein D-Zug" und kleiner Maulwurf keine Rakete: Mit sieben Metern pro Stunde (nicht "pro Sekunde") graben sich die kleinen Wühler durchs Erdreich. Als Verfasser des Berichtes bitte ich diesen selbst verbrochenen Schreibfehler zu entschuldigen. bjp
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