Von Clemens Fütterer |
17.12.2011
| Netzcode: 3077102 | 245 Mal gelesen.
Philipp Rösler: Vorsitzender der FDP auf Bewährung
Kommentar von Clemens Fütterer
FDP im Sturmtief. Karikatur: Tomicek
Euro-Skeptiker Frank Schäffler scheiterte beim FDP-Mitgliederentscheid beim notwendigen Quorum und bei der absoluten Stimmenzahl. Die Rebellion richtete sich nicht nur gegen einen immerwährenden Euro-Rettungsschirm, sondern bedeutete einen Misstrauensantrag gegen Rösler & Co.
Das Votum der Mitglieder erspart der FDP (vorerst) eine quälende Führungsdiskussion und den Bruch der Koalition. Der Fonds zur Rettung des Euro stellt schließlich ein Kernstück der Regierungspolitik dar.
Auch wenn für die FDP der schlimmste Fall ausblieb: Rösler und seine Führungsleute sind beschädigt, Glanz und Charme der "Boygroup" blätterten völlig ab. Der junge Vorsitzende personifizierte einst die Hoffnung auf den Erfolg - nach einer Serie katastrophaler Wahlniederlagen. Rösler wirkt heute richtungslos und glücklos in seinem Handeln. Er gibt den ausgezehrten Liberalen weder Orientierung, noch schafft er die Wende in der öffentlichen Akzeptanz. Philipp Rösler ist FDP-Vorsitzender auf Bewährung.
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Philipp Rösler: Vorsitzender der FDP auf Bewährung
Kommentar von Clemens Fütterer
Zurück zu Schäffler. Er reduziert Europa auf einen gemeinsamen Wirtschaftsraum und unterschlägt, dass Deutschland in der Vergangenheit europäische Solidarität erfahren hat. Ohne die Zustimmung der Nachbarn - vor allem Frankreichs - wäre die Wiedervereinigung schwer machbar gewesen. Erst der weitgehende Verzicht auf hohe finanzielle Ausgleichszahlungen für die Kriegsschäden stellte in den 50-er Jahren die Weichen für das deutsche Wirtschaftswunder. Daraus lässt sich eine deutsche Verpflichtung für Europa ableiten.
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