Traßlberg
Im Sozialbereich um jeden Cent
Aber Milliarden für Rettungschirme - Nachdenkliche Worte bei AWO-Seniorenadvent
Traßlberg. (ads) Stimmungsvoll war der traditionelle Seniorenadvent der Arbeiterwohlfahrt. Senioren aus Traßlberg und aus den Stadtteilen Neuricht und Luitpoldhöhe erlebten besinnliche und heitere Stunden mit adventlichen Weisen und der eindrucksvollen Weihnachtslegende "Heilige Nacht" von Ludwig Thoma in Oberpfälzer Mundart.
|
Bürgermeister Franz Birkl zollte der Traßlberger Arbeiterwohlfahrt Anerkennung für ihr jahrzehntelanges Bemühen um das Gemeinwohl. Er betonte, dass die AWO die Kommune wesentlich mitgestaltet und in den Nachkriegsjahren eine enorme Aufbauarbeit vollbracht habe. "Davon profitieren wir heute noch", unterstrich er. Birkl dankte Gerhard Bones und seiner Mannschaft für die Unterstützung der Gemeinde, insbesondere bei der Seniorenarbeit.
Viele Aufgaben
AWO-Kreisvorsitzender Martin Seibert stellte fest: "Uns geht es im Vergleich zu vielen anderen Ländern gut", um diesen Satz dann zu hinterfragen: "Wie gut geht es uns überhaupt?" Er machte bewusst, dass die AWO als Sozialverband viele Aufgaben zu bewältigen habe, gerade auch, weil das soziale Gefüge nicht mehr stimme. Er sagte, die Rentenpolitik unterliege dem Kapital-Interesse und wies darauf hin, dass in Deutschland sowohl Löhne als auch Durchschnittsrente sinken würden. Seibert machte bewusst, dass die Regierung in der Lage sei, Milliarden für Rettungsschirme auszugeben, im Sozialbereich dagegen müsse um jeden Cent gekämpft werden. Deshalb werde die Arbeit im Einsatz für sozial Schwache, Arme und psychisch Kranke immer schwieriger.
Reger Austausch
Nach den Grußworten ließen sich die Senioren mit Musik und der Weihnachtslesung auf die staade Zeit einstimmen. Das gemütliche Beisammensein nutzten die Besucher zum regen Gedankenaustausch.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
















































































