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Von (stg)  |  03.12.2011  | Netzcode: 3059913  |  47 Mal gelesen.
Kemnath

Möglicher "Leuchtturm" für Bayern

Professor Markus Brautsch macht Stadträten Energie-Demonstrationsvorhaben schmackhaft

Kemnath. (stg) Vorbildcharakter in Sachen Energie für ganz Bayern, den könnte bald die Stadt Kemnath haben. Zumindest legt das eine Projektskizze für ein Energie-Demonstrationsvorhaben dar, die Professor Markus Brautsch vom Institut für Energietechnik an der Hochschule Amberg-Weiden dem Stadtrat vorstellte.

"Kemnath hat ein ideales Demonstrationsumfeld", stellte Brautsch fest. Es gebe alle charakteristischen Energieverbrauchergruppen, ein großes Angebotspotenzial an erneuerbaren Energiearten sowie die Nähe zur Hochschule. "Das regionale Umfeld der Stadt Kemnath bietet eine ideale Verdichtung von Kompetenz, Technologietransfer, Industrie und kommunalen Einrichtungen", sagte Brautsch. Durch die intelligente Vernetzung von Verbrauch und Energiewandlung sowie die effiziente Nutzung von heimischen Ressourcen und sparsamen Verbrauch solle die Energieversorgung der Kommune wegweisend für andere bayerische Gemeinden werden. Herauskommen solle dabei, so der Wissenschaftler, ein regelrechtes "Leuchtturmprojekt", das jedoch einer gewissen Zeit bedürfe. Unverzichtbar sei in einem ersten Schritt die Erarbeitung eines detaillierten lokalen Energienutzungsplans, "also ein Strategieplan für Kemnath", so Brautsch.

"Arbeitsintensiver Block"



Dies beinhaltet zuerst einmal eine Analyse des Ist-Zustandes sowie die Untersuchung der einzelnen Verbrauchergruppen (Private, Industrie und kommunale Liegenschafte). Weiter geht es dann darum, Potenziale bezüglich einer Effizienzsteigerung beziehungsweise einer Energieeinsparung zu ermitteln und aufzuzeigen. "Das wird ein langer und arbeitsintensiver Block", warnte Brautsch schon einmal vor. Zur ersten Phase gehöre auch, sich das lokale Angebotspotenzial an erneuerbaren Energien anzuschauen, ein umfassendes Wärmekataster zu erstellen, Energieversorgungslösungen zu entwickeln, umfassende Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen vorzunehmen sowie einen Maßnahmen- und Projektplan zu erstellen. "Am Ende von Phase 1 muss ein detaillierter Kosten- und Zeitplan stehen", betonte Brautsch. Dieser Arbeitsschritt würde etwa 14 Monate dauern.

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