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Wille nur schwer lenkbar
Kommentar von Thomas Kosarew
Mehrfach musste sich Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer am Montag im Stadtrat den Vorwurf gefallen lassen, dass sein Kampf um den Erhalt der Leopoldkaserne nicht aufopferungsvoll genug war. Klaus Mrasek von der ÖDP sprach sogar von der Rubrik "Kurioses am Rande": Der OB sei nach Berlin gefahren, als die Entscheidung gegen den Standort längst gefallen war. Der Rathauschef ging mit dieser Kritik relativ gelassen um. In dem Wissen, dass das Geschrei noch viel größer gewesen wäre, wenn er sich nicht auf den Weg in die Bundeshauptstadt gemacht hätte.
Der Hinweis von SPD-Fraktionschef Florian Fuchs, lieber jetzt tätig zu werden, hat aber auch seine Existenzberechtigung. Wenn der Bund als Ausgleich für die von der Reform geschwächten Regionen Ersatzzahlungen überweist, sollte Amberg vorbereitet sein und nicht als Letzter in einer sehr langen Reihen stehen.
Dandorfers Kritiker könnten künftig sogar auf eigene Faust Gespräche führen. Aber nur dann, wenn sie auch davon überzeugt sind, dass ihr Einfluss größer ist, als der des OB. Eines müssten sich dabei alle Beteiligten vor Augen führen: Der Willen der Regierung und des Verteidigungsministeriums ist nicht so leicht zu lenken, wie es sich darüber im Stadtrat sprechen lässt.
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