Von Josef Maier |
24.11.2011
| Netzcode: 3049207 | 396 Mal gelesen.
"Kroos-artige" Zuspiele von Toni
Beim 3:1 gegen Villarreal zeigt vor allem der Mittelfeldspieler seine großen Fortschritte
München. Die Verpackung war die gleiche, der Inhalt bei weitem aber nicht derselbe: Als sich die spanischen Gäste aus dem Kabinentrakt schälten, schimmerte den Bayern-Spielern wieder knalliges Gelb entgegen. Böse Erinnerungen an die ebenfalls gelb gekleideten Dortmunder, die die Münchner drei Tage zuvor geärgert hatten, wurden wach.
Doch die Spanier hatten keinen Mario Götze oder Robert Lewandowski dabei, und so war das gelbe Trauma schon nach drei Minuten besiegt: "Das frühe Tor hat uns natürlich begünstigt."
Jupp Heynckes war nach dem 3:1 gegen den FC Villarreal noch unaufgeregter als sonst. Schon vor dem letzten Spieltag sind die Münchner Gruppenerster in der "Mördergruppe", wie sie Mario Gomez - Torschütze zum 2:0 (23.) - nannte.
Gelb ist nicht gleich Gelb, und die Bayern zeigen nicht oft solche Spiele wie drei Tage vorher. "Wir wollten nach dem Auftritt am Samstag eine Trotzreaktion zeigen", meinte Toni Kroos, der sich selbst für seine Leistung gegen den BVB rehabilitierte. Im Gegensatz zu manchem Bayern-Funktionär, der die Kritik nach dem Dortmund-Spiel als unsachlich empfand, reagierte der Blondschopf ganz sachlich: "Dieser Kritik müssen wir uns stellen." Ballsicher, immer den optimalen Blick für den Nebenmann und Raum. Der 21-jährige gebürtige Greifswalder ist ohnehin schon der Gewinner der bisherigen Saison bei den Münchnern. Kroos führt nach Bastian Schweinsteigers Ausfall die Truppe. Und glänzt als Vorbereiter.
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"Kroos-artige" Zuspiele von Toni
Beim 3:1 gegen Villarreal zeigt vor allem der Mittelfeldspieler seine großen Fortschritte
Als "Kroos-artig" rühmte der Stadionsprecher die Zuspiele vor den beiden Toren (3./69.) von Franck Ribéry. Heynckes hatte Kroos wieder auf seine Lieblingsposition im vorderen Mittelfeld gestellt: "Da bin ich an vielen Offensivaktionen beteiligt." Sein Wort hat mittlerweile auch Gewicht im Team: "So etwas darf uns nicht passieren", kritisierte Kroos das 1:2 der Spanier kurz nach der Pause. Philipp Lahm, der da selbst Mist gebaut hatte, schimpfte:"Solche Gegentore nach Ballverlusten sind uns in letzter Zeit öfter passiert."
Doch die Spanier waren an diesem Abend viel zu bieder, um daraus weiteres Kapital schlagen zu können. Und so konnte sich Trainer Heynckes den seltenen Luxus erlauben, eine Champions-League-Partie zu einem Testspiel umzuwandeln. Arjen Robben bekam wieder 76 Minuten Einsatz. "Es ist wieder wichtig, den Rhythmus zu bekommen", sagte der Holländer. "Aber einige Prozente fehlen natürlich noch. Ich habe aber trotzdem ein gutes Gefühl." Das hatten die 66 000 Zuschauer mit zunehmender Spieldauer bei ihm nicht. Es gab Pfiffe, als sich Robben in Hälfte zwei im Übereifer vier, fünf Mal an spanischen Verteidigern festlief. Der Applaus war dann auch eher höflich, als er ausgewechselt wurde.
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"Kroos-artige" Zuspiele von Toni
Beim 3:1 gegen Villarreal zeigt vor allem der Mittelfeldspieler seine großen Fortschritte
Hoeneß in Rage
Uli Hoeneß brachte die Kritik an Robben in Rage: "Es geht mir auf den Sack, dass man so einen Weltklassespieler infrage stellt, nur weil er nach acht Wochen Verletzungspause mal ein, zwei schlechtere Spiele macht."
Tosend war dagegen der Applaus ein paar Minuten später, als Ribéry das Feld verließ. Der Dribbler war in Top-Form, was er nicht nur bei seinen Toren zeigte: Mit Liegestützen feierte er seine Treffer. Das habe er seinem Bruder auf der Tribüne so versprochen, verriet er. Der kleine Franzose war an diesem Abend nicht nur fußballerisch kreativ.
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