Lichtblicke für die dunkle Zeit
Frischluft-Alternativen zum Adventsmarkt: Jahninsel-, Gewächshaus- und Parkanlagen-Romantik
Oder wie wär's mit dem Botanischen Garten der Universität? "Bei Frost und Nebel ist das Freigelände geschlossen, denn beim Drüberlaufen würden Grashalme geknickt und dann schwarz werden", schildert Diplom-Ingenieur Volker Debus die Empfindsamkeit des grün-weißen Flors. Aber bei schönem Wetter freut sich die nördliche Nadelwaldzone sicher über den einen oder anderen mitgebrachten Strohstern (Öffnungszeit entspricht in der Regel den Tageslichtstunden).
Für rote Schnupfennasen
Der Garten bietet auch eine heiße Alternative, tropisch-heiß und nicht ungefährlich: Wer beim technischen Leiter eine Führung durchs Gewächshaus bucht (ab 15 Personen, Tel. 0941/943-3295), sollte der Heliamphora, dem Sonnenkrug, nicht zu nah kommen. Denn normalerweise lauert diese Pflanze in viel unwirtlicheren Gefilden auf Fleisch - auf 2000 Meter hohen Tafelbergen in Venezuela. Da sind unbedarfte Oberpfälzer ein gefundenes Fressen. Friedlicher sind die Bananenstauden und Kakaopflanzen, die aktuell fruchten. Aus den Früchten des Anato-Strauchs gewinnen Amazonas-Indianer Dixin, mit dem sie den Körper rot färben. Ein rot gefärbtes Gesicht? Besser lässt sich eine rote Schnupfennase kaum kaschieren.
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| Zum Verweilen ohne Eile: Gasthaus Alte Linde im Stadtpark. |
Oder doch klassisch im Park? Der Herzogspark in Regensburgs Westen mit Renaissance-Flair lässt architektonisch wertvollen Denkmälern 1,5 Hektar Raum. Der Park beherbergt auch das Naturkundemuseum Ostbayerns, das dieses Jahr sein 50. bestehen feiert. Thema der Dauerausstellung ist der Naturraum Ostbayerns von der ersten Mikrobe bis zur heutigen Kulturlandschaft.
Passend dazu das naturmusische Programm für Weltenbummler, die dem heimischen Herd gern nahe bleiben. Am Samstag, 26. November, spielt Andy Lang auf einer keltischen Harfe durchs adventliche Irland und Schottland, ab 20 Uhr (Am Prebrunntor 4, Tel. (0941) 507 34 43).
Für Melancholiker
Im Regensburger Stadtpark an der Prüfeninger Straße sieht man die Walker schon von Weitem und kann sich - knutschend, Händchen haltend - hinter einer der herum stehenden Säulen und Skulpturen verstecken. Die herzförmigen Blätter der Linden sind längst schon verwelkt und verräumt, gut möglich auch, dass einem der Wind den Hut vom Kopf bläst.
Da sollte man sich dem Gasthaus "Unter den Linden" zuwenden, und dort einkehren. Oder in der "Ostdeutschen Galerie" die Doppelausstellung "Schattenseiten" ansehen, die zeigt ab Samstag, 19. November, 19 Uhr die Doppelausstellung des Grafikers und Malers August Brömse sowie seiner Urenkelin Kathrin (Dr.-Johann-Maier-Str.aße 2, Tel. (0941) 29 71 40 bis Sonntag, 26. Februar .
Und damit ist ja auch schon der Ausblick zum Frühjahr geschafft: Es gibt auch wieder eine Jahreszeit nach der nicht endlosen November-, Dezember- und Januardüsternis!
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