Regensburg
Charme der City
Dario Mazzottas immobiles A bis P der Donaustadt
Regensburg. (mvs) Der gebürtige Regensburger und Immobilienexperte Dario Mazzotta (2dm! GmbH) buchstabiert Regensburgs steinerne Wohnschätze.
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| Das Spektakulärste an Regensburg ist die Altstadt: Wohnen rund um Steinerne Brücke, Dom und am besten noch im Patrizierturm lässt die Herzen der Regensburger höher schlagen. Bild: dpa |
Burgweinting: Viele große Arbeitgeber drumherum und gute Verkehrsanbindung sowie moderate Preise machen dieses Viertel interessant. Viele Projekte dort wurden mit Mitteln des sozialen Wohnungsbaus gefördert.
Galgenberg: Relativ Altstadt-nah, gute Nahversorgung durch die Arcaden, außerdem stark durch die Uni geprägt. Durch Sanierung und Neubauten sind hier in den letzten Jahren einige 100 Wohneinheiten entstanden. Die Studentenzahlen bleiben hoch, das Aussetzen der Wehrpflicht und der doppelte Abiturjahrgang tun ihr Übriges. Für Auswärtige ist die Wohnungssuche schwierig.
Hochhäuser: Meinen Besuchern muss ich die hässlichen Hochhäuser rund um Regensburg, die dem Stadtbild nicht gut tun, immer erklären: Das waren eben Bausünden der 1970er und 1980er Jahre.
Innerer Westen und Westnerwacht: Das ist der begehrteste Standort in Regensburg, nah an der Altstadt mit vielen schönen Einfamilienhäusern. Villen, häufig sanierungsbedürftig, werden auf dem Zweitmarkt zwar immer wieder angeboten, laufen aber am normalen Markt vorbei.
Junges Wohnen/Altes Wohnen: Megatrend unserer Zeit ist, dass die Menschen in die Städte zurück wollen. "Zurück zur Natur" ist passé, seit Mütter zu Taxiunternehmerinnen für ihre reitenden und Fußball spielenden Kinder wurden. Auch die "Best Agers" schätzen kulturelle Vielfalt, Unterhaltung und Anschluss an Gleichgesinnte. Der Platzbedarf steigt und lässt die Stadt in die Breite gehen. Dass das Stadtbild ein Wohlfühlfaktor ist, hat man gelernt, und in München zum Beispiel die Konsequenz gezogen, dass kein Gebäude innerhalb des mittleren Rings größer sein darf als die Frauenkirche.
Königswiesen: Geprägt von Hochhäusern, aber als Teil des Stadtgebiets entwicklungsfähig, vergleichbar mit Kreuzberg in Berlin. Regensburg ist generell ein großer Zuzugsmarkt.
Der Osten: Das Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik ist objektiv näher dran an der Altstadt als manche Bauprojekte im Westen - von dort zum Domplatz sind es nur 1900 Meter. Hier entstehen hochwertige Geschosswohnungen mit ökologischem Anspruch. Finanzierungsmodelle und Zuschüsse von der KfW machen das Gebiet der ehemaligen Zuckerfabrik umso interessanter.
Parks und Alleen: Das blau-grüne Band entlang der Donau ist attraktiv, allerdings gibt es dort nur wenig Wohnungsangebot. In Regensburg ist für Alleen nicht so viel Platz wie etwa in Berlin und die Parks sind relativ klein - Regensburgs Charme ist eben die mittelalterliche Altstadt.
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