Regensburg
BMW startet im Jubiläumsjahr durch
25 Jahre Regensburger Werk - Täglich rund 1100 Autos
Regensburg. Es ist eine Erfolgsgeschichte sowohl für BMW als auch für die Stadt: Seit 25 Jahren produziert der Automobilhersteller Fahrzeuge in Regensburg. Im Jubiläumsjahr kann das Werk Regensburg doppelt feiern. Nachdem BMW jüngst kräftig in den Standort investiert hatte, lief im Sommer erfolgreich die Produktion des neuen "1ers" an.
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| Der neue BMW-1er wird in zwei Varianten am Standort Regensburg produziert. BMW-Sprecher Walter Huber stellt hier die Modelle "Urban Line" (links) und "Sport Line" vor. Bilder: Duft (2) |
Kontinuierlich erweitert
Nach dem Produktionsstart 1986 in der Montage wurde das Werk kontinuierlich erweitert: 1987 ging die Lackiererei in Betrieb, 1990 startete die Produktion im neu errichteten Karosseriebau. Die Fertigstellung des Presswerks 1997 komplettierte das Werk schließlich. Von 2001 bis 2004 wurden Karosseriebau, Lackiererei, Montage und Logistik modernisiert und erweitert.
Zwischen 2007 und 2009 investierte BMW in die Produktionsanlagen für den "Z4" und in die Erweiterung des Presswerks. Einhergehend mit dem Werksausbau stieg die Produktionskapazität: Bereits 1991 wurde erstmalig die 100 000er-Marke bei der Anzahl der hergestellten Fahrzeuge pro Jahr überschritten. Heute werden im Werk Regensburg jährlich über 300 000 Fahrzeuge gefertigt.
Immer mehr Mitarbeiter
Die Mitarbeiterzahl nahm stetig zu. 1988 waren etwa 3300 Menschen in Regensburg beschäftigt. Bis 1991 erhöhte sich die Zahl auf rund 7200, heute sind über 9000 Mitarbeiter im Werk tätig, darunter 300 Azubis.
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| Das Werk ist ausgelastet, die Produktion läuft auf höchster Drehzahl. (Andreas Wendt, Werkleiter) |
BMW steht zum Standort Regensburg: 300 Millionen Euro investierte der Autobauer in den vergangenen zwei Jahren in das Werk, um den neuen "1er" dort vom Band laufen zu lassen. Dass der Standort heute so gut da steht, liege daran, dass BMW "mitten in der Krise ein Feuerwerk an Baumaßnahmen gezündet hat", betont Werkleiter Dr. Andreas Wendt. Auch Regensburgs Oberbürgermeister Hans Schaidinger lobt die Investitionsentscheidung als mutig und weitsichtig. "Das war ein wichtiges Signal für die Zukunftsentwicklung der Wirtschaft in unserer Region."
Groß war die Freude im Werk, dass die "Geburt" des neuen BMW-Modells ins Jubiläumsjahr fiel. "Unser neues Baby" nennt Wendt liebevoll den neuen BMW 1er, der seit diesem Sommer in den Varianten "Urban Line" und "Sport Line" in Regensburg produziert wird. "Es ist ein Produktionsanlauf, der uns die vergangenen zwei Jahre sehr bewegt hat", sagt Werkleiter Wendt.
Der neue 1er sei deshalb so wichtig, weil er als erstes Fahrzeug einer komplett neuen Produktfamilie auf den Markt komme. Außerdem gilt der 1er bei BMW als "Eroberungsmaschine". Mit dem Einsteiger-Modell will man die Kundschaft nachhaltig begeistern. Weitere 300 Millionen sollen nun in die Vorbereitung der anstehenden Modellanläufe der BMW-3er-Reihe fließen. Die Nachfrage nach Regensburger Modellen sei hoch, sagt Wendt. "Das Werk ist ausgelastet, die Produktion läuft auf höchster Drehzahl."
"Haifischbecken"
Der BMW-Standort Regensburg steht vor allem für die Produktion kleinerer Modelle innerhalb der BMW-Familie. Den Löwenanteil der Regensburger Produktion nehmen der 1er und die 3er-Reihe ein. Den Markt für diese kleineren Fahrzeuge bezeichnet Werkleiter Wendt als "Haifischbecken". Wer sich darin bewegt, müsse sich permanent anstrengen, um nicht unterzugehen. BMW wolle dabei mit Premium-Qualität und "Null-Fehler-Autos" punkten. "Mit den neuen Modellen gehen wir gut gerüstet in die Zukunft", ist sich Wendt sicher.
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