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Grafenwöhr/Berlin
Protest gegen Hubschrauberlärm
Bürgerinitiativen aus Ansbach und Grafenwöhr gemeinsam in Berlin
Grafenwöhr/Berlin. Bei einer Protestaktion gegen Fluglärm vor der amerikanischen Botschaft in Berlin waren auch Vertreter des Zusammenschlusses Umweltbewusster Bürger (ZuB) dabei.
Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Kornelia Möller (Die Linke) reiste ZuB-Sprecher Rainer Knoll mit einer Delegation der BI "Etz langt's" aus Ansbach nach Berlin. Die BI kämpft seit Jahren gegen den massiven Hubschrauberlärm der US-Armee im Ansbacher Raum, ausgehend von den Hubschrauberstützpunkten Katterbach und Illesheim.MdB Möller hatte im Verteidigungsministerium einen Gesprächstermin zur Problematik der Hubschrauberüberflüge organisiert. Eine kleine Delegation wurde von Staatssekretär Schmidt (CSU) empfangen, dessen Wahlkreis im Raum Ansbach liegt. Schmidt zeigte sich nicht gerade glücklich über die massiven Vorhaltungen, die ständigen US-Überflüge würden nicht nur die Bürger terrorisieren, sondern auch das Prädikat "Heilbad" von Bad Windsheim gefährden. Er äußerte zwar Verständnis für die Lärmproteste, merkte aber an, dass eine "spürbare Entlastung" der Bürger nicht in Aussicht stehe. Er werde sich aber für eine "Entzerrung" einsetzen.
Von dieser "Entzerrung" sprach auch Oberstleutnant Hammes, zuständig für die Luftüberwachung, in einer großen Diskussionsrunde und unterstellte, die Ansbacher BI strebe die Verlagerung der Hubschrauberflüge auf den Truppenübungsplatz Grafenwöhr an. Dies wurde als "plumper Versuch, einen Keil zwischen die Bürgerinitiativen zu treiben" energisch zurückgewiesen. Ziel sei die Verringerung der Flüge, nicht ein St.-Florians-Prinzip, so Sprecher von "Etz langt's" und ZuB.
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