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Nabburg
Archäologie macht Stadt immer älter
Radiocarbon-Test in Florida beweist: Schon im Jahr 700 lebten Menschen an Nabburgs höchstem Punkt
Nabburg. (am) Anno 700 gab es auf dem Stadtberg bereits eine kontinuierliche Besiedlung. Diese Feststellung erlaubt das Ergebnis der jüngsten Radiocarbon-Datierungen, die mit Nabburger Funden in einem wissenschaftlichen Labor in Florida (USA) gemacht worden sind.
Den ganzen August und September über war der Archäologe Dr. Mathias Hensch zusammen mit zwei Kollegen auf dem Gelände des neuen Kindergartens St. Marien an der Sackwebergasse beschäftigt. Bei den Ausgrabungen (wir berichteten) kamen interessante Stadtmauer-Teile zutage, aus denen die Experten vor Ort schlossen, dass Nabburg schon im siebten Jahrhundert besiedelt und befestigt gewesen sein könnte. Fünf Befunde schickte Dr. Hensch ans Labor "Beta Analytic" nach Miami, den weltgrößten Radiocarbon-Untersuchungs-Service.Die Resultate waren für ihn nicht überraschend: Sie besagen, dass es in Nabburg im späten siebten Jahrhundert tatsächlich schon eine Siedlungsstruktur gegeben haben muss. Das belegt die Altersbestimmung der eingesandten Stücke, bei der man sich die Halbwertszeit des radioaktiven Kohlenstoffs C14 zunutze macht, von dem feine Spuren auch in Mauerresten vorhanden sind.
Dr. Hensch hätte auch noch etliche weitere Exponate, deren wissenschaftliche Überprüfung sich seiner Meinung nach ebenfalls lohnen könnte. Doch es fehlt im Augenblick (noch) das Geld dafür. Ein Radiocarbon-Test in dem US-amerikanischen Labor, das sehr zuverlässig und schnell arbeitet, kostet immerhin 495 Euro.
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