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25.10.2011  | Netzcode: 3014675  |  3307 Mal gelesen.
Amberg/Weiden

Bittere Pille für Amberg: Stab der "Zwölfer" soll nach Weiden

Als Kompensation für den Abzug der Unteroffiziersschule außerdem neues Artilleriebataillon in der Max-Reger-Stadt geplant - Offenbar Entwarnung für Oberviechtach, Pfreimd, Regen und Roding

Amberg/Weiden. (paa/km) Kurz bevor Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) die Standortentscheidungen bei der Bundeswehrreform verkünden will, sind erste Details durchgesickert. Nach Informationen unserer Zeitung empfiehlt das Militär dem Minister einen Umzug des Stabes der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" von Amberg nach Weiden. Zudem soll in der Ostmark-Kaserne in Weiden ein Artilleriebataillon stationiert werden.

Wenn sich die Spekulationen vom Montag
Wenn sich die Spekulationen vom Montag bewahrheiten, dürfte bald die Hälfte der Truppe die Leopold-Kaserne in Amberg verlassen. Der 200 Mann starke Stab der Panzerbrigade 12 soll im Zuge der Bundeswehrreform nach Weiden verlegt werden. Luftbild: Jürgen Klein
Eine endgültige politische Festlegung steht noch aus. Der Bundesverteidigungsminister will die Standortentscheidungen am Mittwoch der Öffentlichkeit präsentieren. Hintergrund für die Empfehlung des Heeres ist, dass in der künftigen Struktur die Brigadestäbe in ihrer Stärke deutlich anwachsen. Dafür soll es in der Leopold-Kaserne in Amberg nicht ausreichend Kapazitäten geben. Der Stab in Amberg besteht derzeit aus 200 Soldaten.

Aus für Kreiswehrersatzamt?



Der Amberger Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer (CSU) bestätigte die Pläne am Montag auf Nachfrage. Er ist heute in Berlin, um auszuloten, ob es noch Einflussmöglichkeiten gibt. Ein Artilleriebataillon, wie es in Weiden neu aufgestellt werden soll, umfasst in der Regel zwischen 800 und 1000 Soldaten. Damit wäre der für Mitte nächsten Jahres geplante Umzug der Unteroffiziersschule von Weiden in das sächsische Delitzsch kompensiert. Derzeit werden in der Ostmark-Kaserne in Weiden noch rund 430 Feldwebel ausgebildet. Beobachter gehen davon aus, dass Weiden dafür die Schließung des Kreiswehrersatzamtes schlucken muss.

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