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Angemerkt
Zeichen der Zeit erkannt
Fukushima hat die Welt verändert. Die Naturkatastrophe und die daraus resultierenden atomaren Störfälle haben die Bundesregierung zum Atomausstieg bewogen. Die Energiewende lässt sich auch in Amberg deutlich ablesen. Die Stadtwerke verkaufen immer mehr Ökostrom, für das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus gibt es Überlegungen, sich mit der Sonne drehende Häuser zu bauen, und der verkaufsoffene Sonntag wurde vorgestern erstmals mit einem Aktionstag kombiniert. Wiederholung erwünscht!
Fast schon skurril mutet es an, dass die Welt vor sechs Jahren noch eine völlig andere war - zumindest in Amberg. Am 13. April 2005 gab es während einer Sitzung des Bauausschusses tatsächlich kontroverse Diskussionen darüber, ob im Neubaugebiet Martinshöhe 2 ein Teil der Häuser gedreht werden darf, um die Sonnenenergie optimal nutzen zu können. Die damalige Baureferentin Martina Dietrich hatte dieses Vorgehen vorgeschlagen, doch einige Stadträte befanden, dass ein optisch gelungener und harmonischer Städtebau wichtiger ist. Als die Gegner von der ÖDP als "Blockierer und Bremser" bezeichnet wurden, ging die Auseinandersetzung in die nächste Runde. Der Vorwurf: Die Umweltpartei wolle sich nur auf dem Rücken von Stadtratskollegen profilieren.
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