Amberg
"Wie die Blöden"
Anwohner beklagen sich über Raserei in Seminargasse - CSU vor Ort
"Die fahr'n runter, wie die Blöden, und ich musste schon zur Seite springen, um nicht angefahren zu werden" - so schildert eine Anwohnerin der Seminargasse ihre Erfahrungen mit Autofahrern, die die Seminargasse vom Malteserplatz in Richtung Lange Gasse befahren. Bei einem Treffen des CSU-Verbandes Stadt-Mitte machte die Frau ihrem Ärger Luft.Die Seminargasse ist in diesem Bereich als Geh-und Radweg ausgezeichnet, wobei das runde blaue Schild anzeigt, dass Fußgänger und Radfahrer diese Straße gemeinsam nutzen dürfen. Ausnahmen gibt es nur in Fahrtrichtung Lange Gasse durch die Zusatzschilder "Anlieger frei" und "Lieferverkehr frei". Was nun die Anwohner so auf die Palme bringt, ist die Tatsache, dass viele Autofahrer die Verkehrszeichen einfach ignorieren und die Seminargasse "rauf- und runter brettern".
Beim Ortstermin mit den Stadträten Dr. Ingeborg Utz und Rupert Natter meinte der Ortsverbandsvorsitzende Thomas Bärthlein, dass der Stadtrat am 29. Juni 1996 mit 21:17 Stimmen beschlossen habe, die Seminargasse zwischen Lange Gasse und Malteserplatz für den Durchgangsverkehr zu sperren. Viel zu wenig sei die Verkehrsüberwachung in diesem Bereich unterwegs, so die Anwohnerklage, worauf Daniel Müller als Verkehrsüberwacher meinte, dass regelmäßige stichprobenartiger Kontrollgänge gemacht werden, aber die Personaldecke täglich dafür nur drei- bis viermal 20 bis 25 Minuten zulasse. Beim Ortstermin wurde aber auch kritisiert, dass es unzumutbar sei, über Malteserplatz, Kaiser-Wilhelm-Ring und Vilstor zur langen Gasse zu fahren, wenn der kürzere Weg durch die Seminargasse zulässig sei. Laut Bärthlein wird sein Ortsverband der Stadt vorschlagen, mit Fahrbahnschwellen die Geschwindigkeit zu reduzieren, die schlecht erkennbare Beschilderung vom Malteserplatz her zu versetzen und die Überwachung an Wochenenden zu verstärken.
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