Die FDP entdeckt gerade noch rechtzeitig den ländlichen Raum
Kommentar von Clemens Fütterer
Vor diesem düsteren Hintergrund hellt jedes Lob - und sei es Eigenlob - die Gemüter in der bayerischen FDP auf. In der Sache liegen die Liberalen gar nicht so verkehrt: "Wir wollen nicht, dass die jungen Menschen alle in die Städte kommen." Die Landtagsfraktion fordert deshalb, zusätzliche Millionen in den ländlichen Raum zu schaufeln: für die Infrastruktur vom schnellen Internet bis zum öffentlichen Nahverkehr.
Von der Politik (auch von der FDP) bisher konsequent verdrängt, bedroht der demografische Wandel den ländlichen Raum mit einer beispiellosen Auszehrung. Während die Ballungsräume weitgehend stabil bleiben oder ihre Einwohnerzahl sogar zunimmt. Die nördliche und mittlere Oberpfalz verliert in den nächsten Jahrzehnten bis zu 25 Prozent der Menschen, so die seriösen Prognosen (nachzulesen im Online-Portal der Regierung der Oberpfalz). Solch eine Entvölkerung bewirkte bisher nur der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648.
Es ist allerhöchste Zeit, dieser Entwicklung (welche die meisten von uns noch erleben werden) heute entgegenzusteuern. Sonst trifft das Vorurteil zu, dass die Politiker nur auf den nächsten Wahltermin schauen.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.







