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Grafenwöhr
Zwei Varianten scheiden aus
Nahwärmenetz für Gmünd: Studie vorgestellt - Biogas-Abwärme für Wohnhäuser und Seniorenheim
Grafenwöhr. (ha) Rund 800 Tonnen im Jahr: So viel CO2 könnte eingespart werden, wenn die Abwärme der Biogasanlage im Gemeindeteil Gmünd genutzt würde. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten, das das Institut für Energietechnik an der Hochschule Amberg-Weiden unter Federführung von Prof. Dr. Markus Brautsch im Auftrag der Stadtwerke erstellt hat. Die Studie wurde den Mitgliedern des Verwaltungsrats in ihrer jüngsten Sitzung vorgestellt.
In einer umfassenden energetischen Untersuchung war die Möglichkeit der ökologisch und ökonomisch sinnvollen Wärmenutzung in drei Varianten geprüft worden: erstens der Aufbau einer Nahwärmeverbundlösung in Gmünd, zweitens die Errichtung einer Biogasleitung mit Wärmenutzung im Verbund Freibad/Sportpark und "MegaPlay", drittens der Betrieb einer Klärschlammtrocknung unmittelbar neben der Biogasanlage.Aufgrund der großen Entfernung zwischen der Biogasanlage und dem Verbund Freibad/Sportpark und "MegaPlay" sowie angesichts der hohen Investitionskosten für die Verlegung der Biogasleitung wurde dieser Variante allerdings keine Wirtschaftlichkeit attestiert. Auch die Nutzung der Abwärme der Biogasanlage für die Klärschlammtrocknung erscheint nach den Berechnungen der Experten finanziell nicht attraktiv.
Aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht wird deshalb die direkte Wärmeversorgung der Wohngebäude in Gmünd vorgeschlagen. Hierfür müsste eine Fernwärmeleitung von der Biogasanlage bis zum BRK-Seniorenwohnheim, das ebenfalls angeschlossen werden soll, verlegt werden. Die Wärmekosten für die Abnehmer sind davon abhängig, wie viele Wohngebäude an dem Nahwärmeverbund teilnehmen: je höher die Anschlussdichte, desto geringer die Wärmekosten pro Einheit.
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