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Von Josef Maier  |  25.08.2011  | Netzcode: 2936891  |  396 Mal gelesen.

Lahm erfindet sich neu

Kommentar von Josef Maier



Es reicht ihm: Dieses Gerede vom lieben, kleinen Philipp. Dem Schwarm aller Schwiegermütter. Er hat es satt, immer nur der zu sein, der so nett lächelt und absolut perfekte Manieren hat.

Philipp Lahm erfindet sich neu - und schlägt dabei wild um sich. Gnadenlos, ohne Hemmungen, ohne Rücksicht auf große Namen. Die Details aus seinem neuen Buch erschüttern die Fußball-Republik. Schon 2009 wagte der Kapitän des FC Bayern und der Nationalelf mit einem SZ-Interview den ersten Versuch, sich zu emanzipieren und in der Macho-Welt des Fußballs zu positionieren. Er wurde damals bestraft, obwohl er viele Sachen richtig ansprach.

Doch dieses Mal fällt er ins Polemische. Diese Flapsigkeit, dieses Nachtreten, das ist normalerweise nicht das Niveau eines Vorzeigefußballers. Und er hätte doch das alles Klinsmann, Völler oder Magath gleich direkt sagen können.

Die Fragen bleiben: Was ist daran so übel, dass Philipp Lahm eigentlich ein netter Kerl ist? Warum will er sein Image mit aller Gewalt ändern? Schon bei der Diskussion um die Kapitänsbinde der Nationalelf war er eiskalt berechnend.

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