Schwabach/Lauf an der Pegnitz
Festnahme in der Slowakei
Sexualdelikt an Anhalterin: Auch der zweite Tatverdächtige jetzt in Haft
Schwabach/Lauf an der Pegnitz. (gw) Slowakische Polizisten ließen am Dienstagabend die Handschellen klicken: Sie nahmen einen Mann fest, nach dem mit einem europäischen Haftbefehl gesucht wurde. Er steht im dringenden Verdacht, zusammen mit einem Komplizen am 10. August eine junge Anhalterin im Landkreis Nürnberger Land vergewaltigt zu haben (wir berichteten).
In jener Nacht stieg die Frau gegen 1 Uhr am Autohof Schnaittach in einen weißen Kastenwagen mit slowakischem Kennzeichen ein. Anschließend fuhr der Fiat Ducato in nördlicher Richtung auf die A 9 auf. Unter einem Vorwand verließ der Fahrer wenig später die Autobahn und steuerte den späteren Tatort an, der in der Nähe des Hartensteiner Ortsteils Kleinmeinfeld liegen dürfte.Nachdem sich die beiden Männer im Wagen massiv an ihr vergangen hatten, ließen sie die Frau aussteigen. Ein noch unbekannter Mann mit einem blauen Auto fuhr sie nach Schnaittach zurück.
Noch am selben Tag nahmen Beamte der Schwabacher Polizei einen 34-jährigen Tatverdächtigen fest und stellten den weißen Fiat Ducato sicher. Nach einer Gegenüberstellung schickte ein Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg den Osteuropäer in Untersuchungshaft.
Mit einem Phantombild des Komplizen ging die Polizei an die Öffentlichkeit. Die Ausbeute des Aufrufs war gut ein halbes Dutzend Hinweise. Sie führten auf die Spur eines 45-jährigen Slowaken. Auf einem Bild erkannte ihn das Opfer eindeutig wieder. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth erwirkte daraufhin beim Amtsgericht Nürnberg einen nationalen und europäischen Haftbefehl gegen ihn. Auch das Bayerische Landeskriminalamt schaltete sich in die Fahndung ein.
Die Annahme, dass sich der Gesuchte im europäischen Ausland aufhält, wurde immer konkreter. Nachdem die Behörden ihre Informationen über die Grenzen hinweg ausgetauscht hatten, nahmen Beamte der slowakischen Polizei den 45-Jährigen am Dienstagabend fest. Über eine Auslieferung nach Deutschland entscheiden jetzt die Justizbehörden in der Slowakei.
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