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Von Clemens Fütterer  |  17.08.2011  | Netzcode: 2927381  |  181 Mal gelesen.

Rezessions-Ängste und die Verlässlichkeit von Prognosen

Kommentar von Clemens Fütterer

Kommen die Verwerfungen an den Finanzmärkten - der Taumel der Börsen - nun in der Realwirtschaft an? Einige Frühindikatoren sacken ab, die deutsche Wirtschaft tritt im zweiten Quartal nahezu auf der Stelle. Wenn die südlichen Euro-Länder am Krückstock gehen, ein Euro-Kernland wie Frankreich schwächelt, die asiatischen Schwellenländer langsamer wachsen und die Konjunktur in den USA verhalten ist, trifft dies unweigerlich die Absatzmärkte der Exportnation Deutschland.

Aber stehen wir deshalb vor einem neuerlichen Abschwung? Sorgen trüben die Konsumlust der Verbraucher ebenso wie die Investitions-Bereitschaft der Unternehmen. Dies ist Fakt. In der Dämmerung einer drohenden globalen Stagnation könnten die Probleme in Griechenland (2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung in der Eurozone) rückblickend putzig wirken ...

Die schrumpfende Konjunktur stellt das Vertrauen in die Verlässlichkeit von Prognosen der renommierten Wirtschaftsforschungsinstitute in Frage. Noch vor wenigen Wochen sagten sie ein fulminantes Wirtschaftswachstum und sprudelnde Steuereinnahmen voraus. Reflexartig verteilten Politiker bereits die (angeblich) zu erwartenden Steuergelder oder forderten sogar eine Senkung der Steuerlast.

Dieselben ökonomischen Experten warnen jetzt vor einer weltweiten Rezession. Dieses Schüren von Ängsten wirkt reichlich unseriös. Denn die wirtschaftliche Lage ist besser als die Stimmung - und die Konjunktur-Delle ist hoffentlich von vorübergehender Natur.

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