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Von Clemens Fütterer  |  26.07.2011  | Netzcode: 2903924  |  1005 Mal gelesen.

Schadenfreude und Ängste

Kommentar von Clemens Fütterer

Vor vier Wochen orakelte der Weidener OB von einem "Super-GAU", sollte die Dreier-Fusion der Sparkassen platzen. Die angestrebte viertgrößte Sparkasse in Bayern bleibt eine Blaupause. Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Schwandorf verweigern sich aus nicht nur sachlichen Gründen. Die "Oberpfalz-Sparkasse" stolpert vor dem Zieleinlauf über Befindlichkeiten, Vorurteile und Ängste.

Parteipolitische Schuldzuweisungen greifen zu kurz. Wichtiger ist die Frage nach der regionalen Solidarität der "Sparkassen-Familie". 2005 bewahrte die Stadtsparkasse Weiden die Sparkasse TIR vor dem Zusammenbruch. Das Erbe millionenschwerer "fauler" Kredite lastet fortan wie ein Mühlstein auf der Sparkasse Oberpfalz Nord. Die Solidarität der Oberpfälzer "Sparkassen-Familie" beschränkte sich jedoch auf die klaren Hilfsangeboten aus Regensburg und der SAD-Spitzen. Ansonsten erntete WEN-TIR heimliche Schadenfreude, schlaue Ratschläge und Zurückhaltung.

Die geplatzte Fusion ändert nichts daran, dass die Sparkasse Oberpfalz Nord bald einen potenten Partner braucht. Ein Wanken würde die Oberpfalz erschüttern, gerade die sogenannte "Sparkassen-Familie".

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