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Von (zm)  |  26.05.2011  | Netzcode: 2817103  |  1150 Mal gelesen.
Amberg-Sulzbach

Schulmobbing bis in die Psychiatrie

Ausgerechnet das Jugendamt soll verantwortlich sein - Amtshaftungsklage über 80 000 Euro

Amberg-Sulzbach. (zm) "Jugendamt nein danke!" Der plakative Pranger steht als buntes Pkw-Gespann unten auf der Straße. Gegenüber, oben im ersten Stock des Landgerichts, verhandelt die 1. Zivilkammer. Niko F. (19, Name geändert) verklagt das Kreisjugendamt Amberg-Sulzbach auf 80 000 Euro. Die Behörde habe ihm ein Stück dessen geraubt, was sie eigentlich schützen solle: eine unbeschwerte Jugend.

Das ist der zweite Verhandlungstag (wir berichteten), mehr als drei Monate sind seit Prozessbeginn vergangen. Niko F. fordert vom Landkreis Schmerzensgeld und Schadensersatz für eine von der Jugendbehörde erwirkte Zwangseinweisung in die Jugendpsychiatrie sowie ein Jugendheim. Über mehrere Monate erstreckte sich im Frühjahr und Sommer 2007 diese Zeit für den damals 15-Jährigen. Der Hauptschulabschluss war damit erst einmal futsch.

Anfangs Hänseleien



Wie Niko F. das alles erlebte, erzählte er der Kammer unter dem Vorsitz von Gerd Dreßler im Zuge einer "informatorischen Befragung des Klägers" unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ansonsten schweigt er. Umso wichtiger wurde für die Zuhörer, darunter auch Elterninitiativen, am Donnerstag die Zeugenaussage der Mutter. Mit unter Schülern üblichen Hänseleien wegen Nikos Korpulenz habe es in der sechsten Hauptschulklasse angefangen, erzählt sie. In der siebten sei daraus gnadenloses "Schulmobbing" geworden.

Entschuldigt gefehlt



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