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Markus Müller

Weitere Artikel der Autor/in

Amberg

Ordnungsliebe vor „Revolutionsgaudi“

Vor 90 Jahren: Der Umsturz kommt nach Amberg - Arbeiter- und Soldatenrat übernimmt die Macht

Nicht nur das Kaiserreich liegt darnieder am 8. November 1918, auch ein Großteil von Amberg: Eine Grippe-Epidemie wütet in der Stadt. Insgesamt 1069 Krankheitsfälle hatten die Schulen gemeldet; noch am 5. November waren 437 Kinder krank. Unter der älteren Bevölkerung, von der schlechten Versorgungslage in den letzten Kriegsmonaten zusätzlich ausgezehrt, fordert die Krankheit auch ihre Todesopfer. mehr...

Sie kommen wieder. Wetten?

Kommentar von Markus Müller

Die erste politische Nagelprobe hatten die Landtagskandidaten der kleineren Parteien schon vor der Wahl bestanden: Sie bewiesen Realitätssinn genug, um ihre Chancen auf einen Platz im mehr...

Kein richtiger Verlierer

Kommentar von Markus Müller

Weil die Bezirkswahl stets mit der Landtagswahl einhergeht, ist sie auch deren Trends unterworfen. Weil der Stimmzettel aber mehr bekannte Köpfe enthält, lässt diese tendenzielle mehr...

Amberg

Selbst Hochofen trägt Flaggenschmuck

Wie die Nazis 1933 den Tag der Arbeit feierten und gleich darauf die Gewerkschaften zerschlugen

Die Machtergreifung in Amberg konnte nur vollständig gelingen, wenn sie auch die organisierte Arbeiterbewegung umfasste. Besondere Bedeutung beim Versuch, die Arbeiter vom sozialdemokratischen Lager in die Arme Hitlers zu treiben, kam dabei dem 1. Mai 1933 zu, der erstmals seit 1919 wieder arbeitsfreier Feiertag war (eine alte Forderung der Gewerkschaften). Am Tag darauf zerschlugen die Machthaber dann die Freien Gewerkschaften. mehr...

Amberg

Eine Nacht in "Schutzhaft" reicht

Wie die NSDAP trotz magerer Wahlergebnisse den Stadtrat dominierte - Bürgermeister "beurlaubt"

Lediglich zwei Mann hoch saß die NSDAP Anfang 1933 im 30-köpfigen Amberger Stadtrat. Und doch dauerte es nur ein halbes Jahr, bis sie alle anderen Parteien aus dem Gremium verdrängt und in der Stadtverwaltung alle wichtigen Positionen in ihre Gewalt gebracht hatte. Was war passiert? mehr...

Freihung

Herzmenschen ohne Perspektive

Doris Beyer arbeitete in argentinischem Slum

Fast hätte Doris Beyer geweint, als sie zum ersten Mal die Slums von Orán sah. "O Gott, und jetzt musst du ein halbes Jahr hierbleiben", war der nächste Gedanke. Sie hatte sich Argentinien eigentlich ganz anders vorgestellt, nicht nur als Ansammlung "von Verhau und Müll". Doch leben gerade dort auch Menschen, die Hilfe brauchen. Und sie sind der Grund, warum Doris Beyer heute sagt: "Am liebsten wäre ich viel länger geblieben." mehr...

Herzmenschenohne Perspektive

Doris Beyer arbeitete in argentinischem Slum

San Ramon de la Nueva Orán/Freihung. Fast hätte Doris Beyer geweint, als sie zum ersten Mal die Slums von Orán sah. "O Gott, und jetzt musst du ein halbes Jahr hierbleiben", war der nächste Gedanke. Sie hatte sich Argentinien eigentlich ganz anders vorgestellt, nicht nur als Ansammlung "von Verhau und Müll". Doch leben gerade dort auch Menschen, die Hilfe brauchen. Und sie sind der Grund, warum Doris Beyer heute sagt: "Am liebsten wäre ich viel länger geblieben." mehr...

Herzmenschen

Doris Beyer arbeitete in argentinischem Slum

San Ramon de la Nueva Orán/Freihung. Fast hätte Doris Beyer geweint, als sie zum ersten Mal die Slums von Orán sah. "O Gott, und jetzt musst du ein halbes Jahr hierbleiben", war der nächste Gedanke. Sie hatte sich Argentinien eigentlich ganz anders vorgestellt, nicht nur als Ansammlung "von Verhau und Müll". Doch leben gerade dort auch Menschen, die Hilfe brauchen. Und sie sind der Grund, warum Doris Beyer heute sagt: "Am liebsten wäre ich viel länger geblieben." mehr...

Amberg

Nur noch Braunhemden im Saal

Vor 75 Jahren: Wahl von Josef Filbig zum OB markiert Höhepunkt der Amberger "Machtergreifung"

Dieses Bild hatte es in Amberg noch nicht gegeben: Der Stadtrat tagt, und sämtliche Mandatsträger ziehen im nationalsozialistischen Braunhemd in die Sitzung. Insofern war der 3. August 1933 ein augenfälliger Abschluss der "Machtergreifung" in der Stadt. Zudem wurde an diesem Tag Ortsgruppenleiter Josef Filbig zum Oberbürgermeister gewählt. Er sollte es offiziell bis 1945 bleiben. mehr...

Ist der Bruch unheilbar?

Kommentar von Markus Müller

Was könnte einen altgedienten Sozialdemokraten wie Gerd Geismann veranlassen, seiner Partei die Brocken hinzuschmeißen und aus der SPD-Kreistagsfraktion auszutreten? Eigentlich nur das Schicksal mehr...

Schnaittenbach

Wie im Stadion

Public Viewing mit dem Deutschland-Fanclub

Als die Mannschaften aufs Feld marschieren, stellt sich Martin Kausler vor die Großleinwand und macht deutlich, worauf es ankommt: "Leute, die Deutschen brauchen eure volle Unterstützung." Spätestens da ist klar: Das Public Viewing im Vitusheim ist kein gepflegtes Plauderstündchen mit Fußball-Berieselung. Nein, hier wird die Begeisterung für die Nationalmannschaft zum Ereignis, dem sich keiner entziehen kann. mehr...

"Da muss man einfach ja sagen"

Wie Martin Weiß als Neuling im Kreistag überraschend ein Stellvertreter des Landrats wurde

Amberg-Sulzbach. Als Martin Weiß in die konstituierende Sitzung des Kreistag ging, wusste er, dass er sie vielleicht als dritter Stellvertreter des Landrats wieder verlassen würde. Für mehr...

Amberg-Sulzbach

Gehalt bestimmt der Gemeinderat

Was Bürgermeister verdienen, ist Schwankungen unterworfen - Bezahlt wie höherer Dienst

Das Amt ist wohl eher eine Berufung als ein gewöhnlicher Beruf, aber auch ein Bürgermeister muss von etwas leben. Also bekommt er ein Gehalt. Der eine mehr, der andere weniger. Die Unterschiede sind beträchtlich, hängen ab vom Status des Gemeindeoberhaupts und von der Anzahl der Köpfe, über die er regiert. mehr...

Amberg-Sulzbach

Zwischen 27,49 und 7422 Euro

Was Kommunalpolitiker auf Landkreisebene verdienen - Landrat in Kategorie wie Botschafter

Mit der Kommunalpolitik sein Geld zu verdienen, kann ein hartes Geschäft sein: Unendliche Stunden im Einsatz, und nach sechs Jahren weiß man nicht, ob einen die Wähler wieder wollen oder ob man in seinen alten Beruf zurück muss. Finanziell aber ist ein Posten als Landrat nicht unattraktiv: Ein Landkreischef erhält ein Gehalt von deutlich über 7000 Euro brutto. mehr...

Amberg

Gegen jede Versorgungslücke

"Sozialmedizinische Nachsorge" hilft, wenn kranke Babys von der Klinik in die Familie kommen

So richtig wohl fühlt sich Luca nicht. Das fünf Monate alte Baby stöhnt, verzieht das Gesicht. Blähungen ist die erste Vermutung von Kinderkrankenschwester Jana Fickel. Und sie weiß auch, was dagegen hilft: "Eine Bauchmassage kann man immer brauchen als Bub." Stimmt. Jetzt ächzt Luca zufrieden und streckt gelöst seine kleinen Fäuste davon. mehr...

Amberg-Sulzbach

Neu im Geschäft, aber nicht auf den Mund gefallen

Jürgen Poppel (SPD) ist mit 20 Jahren der jüngste Kreistagskandidat - Einsatz für St.-Anna-Krankenhaus

In der Selbsteinschätzung auf seinem eigenen Wahlflugblatt nimmt Jürgen Poppel den Mund ganz schön voll. "Kreativ, unabhängig, hilfsbereit, kompetent", ist er, steht dort zu lesen. Doch er darf das. mehr...

Amberg-Sulzbach

Nicht gegen Nentwig selbst

"Krawattl-Streit": Verwaltungsgericht lässt Klage nur gegen Landkreis zu

Das juristische Nachspiel des "Krawattl-Streits" zwischen Kreisrat Alois Schwanzl und Landrat Armin Nentwig steht möglicherweise kurz vor einem abrupten Ende. Der Grund: Das Verwaltungsgericht Regensburg hat Schwanzl mitgeteilt, dass er gegen den Landkreis selbst klagen müsse, wenn Nentwig die Behauptung verboten werden solle, Schwanzl sei ihm gegenüber beim Feuerwehrfest in Großschönbrunn handgreiflich geworden. mehr...

K0mmentar

Keine Lust auf Bruderkampf "Eine Zukunftsagentur plus, die sich darüber unterhält, wie österreichische Kommunen Klopapier beschaffen, da gibt's nur eins: abschaffen." Für politische mehr...

Sulzbach-Rosenberg

Die liberalen Wurzeln der Neokonservativen

Eine Analyse der amerikanischen Politikströmung - Befürworter des weltweit umstrittenen Krieges gegen den Irak

In den USA haben zuletzt einige Professoren versucht, der "Israel-Lobby" die Schuld am Irakkrieg in die Schuhe zu schieben. In Europa war bisher eine andere Einschätzung Allgemeingut: Die mehr...

Amberg

"Muss noch ein bisschen spielen"

Ein Vormittag in der Küken-Gruppe der Kinderkrippe Erlöserkirche - Kleine lernen von den Größeren

Srrrrrrr. Als die Klingel surrt, weiß Tammes ganz genau, dass jetzt seine Mama kommt. Er flitzt gleich aus dem Gruppenzimmer, um sie zu begrüßen. Im Schlepptau vier Dreikäsehochs, die jetzt auch prüfen müssen, wer da draußen steht. Wenig später sind sie alle wieder da, Tammes will noch nicht nach Hause. "Muss noch ein bisschen spielen", erklärt er seiner Mama. mehr...

Amberg

"Es ist schön, dass ihr da lauft's"

Amberger Sicherheitswacht kommt bei den Bürgern gut an - Vorteil: nicht gleich amtlich

"Du bist bei der Sicherheitswacht?" Die Bekannten, die Achim Haubelt beim Rundgang durch die Innenstadt in eindeutiger Montur treffen, sind doch etwas überrascht. Offensichtlich trägt der 35-jährige Finanzbeamte in dieser Hinsicht sein Herz nicht auf der Zunge. Aber er ist schon seit acht Jahren dabei und sagt: "Das ist genau das, was ich mir vorgestellt habe." mehr...

Amberg

"Es ist schön, dass ihr da lauft's"

Amberger Sicherheitswacht kommt bei den Bürgern gut an - Vorteil: nicht gleich amtlich

"Du bist bei der Sicherheitswacht?" Die Bekannten, die Achim Haubelt beim Rundgang durch die Innenstadt in eindeutiger Montur treffen, sind doch etwas überrascht. Offensichtlich trägt der 35-jährige Finanzbeamte in dieser Hinsicht sein Herz nicht auf der Zunge. Aber er ist schon seit acht Jahren dabei und sagt: "Das ist genau das, was ich mir vorgestellt habe." mehr...

Sulzbach-Rosenberg

Dem Halbdunkel der Archive entrissen

Dr. Bernhard Piegsa beleuchtet Geschichte der Herzogstadt zwischen 1919 und 1949

Dem Kenner genügt schon ein Blick durchs Anmerkungsverzeichnis, um zu ermessen, welche Leistung Bernhard Piegsa mit seiner Dissertation "Aufbruch zwischen Schloß und Hüttenwerk. Sulzbach-Rosenberg mehr...

Kommentar

Windige Ausreden Zuerst war es noch ganz lustig, ein Beweis, dass die Grünen eine junge Partei sind, für manche Überraschung gut: Ein linker Kreisverband begehrt gegen die in der Regierung mehr...

Michelfeld

Noch schöner als in der Vorstellung

Fahnenstickerei im Kloster Michelfeld stellt gebrauchsfähige Kunstwerke her - Farbenpracht für Sigl

Ein Traditionsverein, der etwas auf sich hält, hat eine eigene Vereinsfahne. Und wer sich so ein Prachtstück erst anschaffen will, der weiß, wo dafür in der Oberpfalz die erste Adresse ist: in der Paramenten- und Fahnenstickerei von Regens Wagner in Michelfeld. mehr...