Amberg
Minister schicken Geld
Klinikum bekommt vorzeitig 1,5 Millionen Euro
Vorstand Wilhelm Daller erfuhr's gestern Vormittag von der AZ, dass das Klinikum St. Marien wie 15 andere Krankenhäuser in Bayern vorzeitig Fördermittel des Freistaats erhält. "Super! Sehr gut!", so seine Reaktion. München stellt laut Gesundheits- und Finanzministerium Amberg 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Sie fließen in den vierten Bauabschnitt (neuer Funktionstrakt).Ursprünglich seien die Förderprojekte erst für die Jahre 2012 bis 2014 eingeplant gewesen, erklärten die Minister Markus Söder und Georg Fahrenschon via Pressemitteilung und hoben dabei hervor: "Die Krankenhausträger können die Gelder vorzeitig abrufen und ihre Projekte schneller verwirklichen. Die Patienten profitieren."
Vor Jahren, blickte Wilhelm Daller zurück, habe das Ministerium wegen der hohen Kosten verlangt, den vierten Bauabschnitt zu teilen. "Brav wie wir sind" und um an die Fördermittel zu kommen, seien 4 A und 4 B gebildet worden. "Doch das hat uns nie gefallen, war uns ein Dorn im Auge und wäre bautechnisch und logistisch schwierig gewesen", sagte Daller am Mittwoch zur AZ. Also sprach der Klinikumsvorstand im vergangenen Jahr beim Ministerium vor und machte es auf die Probleme aufmerksam ("Man kann ein Gebäude nicht wie einen Kuchen auseinanderschneiden"). Mit Erfolg. 4 A und 4 B könnten nun gleichzeitig errichtet werden. A sei bereits im Jahres-Krankenhaus-Bauprogramm enthalten gewesen, B dann zusätzlich aufgenommen worden.
Auch der Abschnitt 4 wird nicht billig: Daller geht von rund 55 Millionen Euro aus. (Glosse)
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