Von Josef Maier |
26.04.2011
| Netzcode: 2774644 | 132 Mal gelesen.
Kein gefühlter Verlierer, aber ein Teilsieger
Nürnberger nach der Nullnummer gegen Mainz demonstrativ gelassen - Nur eine gute Chance durch Ekici
Nürnberg. Es war allein schon deshalb kein Endspiel, weil es in finalen Begegnungen am Ende immer einen Sieger gibt. Und so hatten die Trainer, Nürnbergs Dieter Hecking und Thomas Tuchel vom FSV Mainz, nach dem 0:0 zwischen ihren beiden Teams auch im Nachhinein recht, als sie schon vorher nichts vom Finale um einen Platz in der Europa League wissen wollten. Vielleicht war ja die Betrachtungsweise von Club-Torwart Raphael Schäfer die einzig richtige? "Es hat sich doch nichts geändert, beide Teams haben halt jetzt ein Spiel weniger."
Weil die Mainzer als Fünfter in der Bundesliga weiter mit zwei Punkten Vorsprung auf den Club aus Nürnberg abreisten, fühlten sie sich allerdings doch ein bisschen als Gewinner: "Wir haben heute einen Teilsieg erreicht", meinte Tuchel. Hecking hörte dies, überlegte, wollte sich im Umkehrschluss aber nicht als gefühlter Verlierer sehen: "Meine Mannschaft hat läuferisch und mit viel Einsatz alles versucht." Allerdings blieben ihm die Schwächen nicht verborgen. Zu oft hätten sich die Seinen im engmaschigen Mainzer Netz verfangen, kritisierte er, aber ganz vorsichtig. "Und nach vorne haben wir einfach nicht sauber gespielt."
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Kein gefühlter Verlierer, aber ein Teilsieger
Nürnberger nach der Nullnummer gegen Mainz demonstrativ gelassen - Nur eine gute Chance durch Ekici
Die Club-Akteure selbst merkten mit zunehmender Spieldauer, dass ihre Ideen an diesem schönen Abend des Ostersonntags nicht zündeten. "Nach vorne haben wir einfach keine richtigen Lösungen gefunden", hörte sich Mehmet Ekici ein bisschen an wie sein Trainer. Die Leihgabe des FC Bayern hatte wohl die einzig gute Club-Chance des Spiels. Nach 20 Minuten traf er den Außenpfosten - bezeichnenderweise nicht nach einem schönen Spielzug, sondern mit einem Freistoß. Die beste Mainzer Möglichkeit vor knapp 49 000 Zuschauern hatte André Schürrle. Nach 69 Minuten narrte er zwei Club-Verteidiger. Danach war es schwieriger den Ball neben, als ins Tor zu setzen. Auch da hatte die Zuordnung im Nürnberger Spiel nicht geklappt. Aber es sei ganz legitim, dass bei einem solch wichtigen Spiel einigen Jüngeren die nerven flattern, entschuldigte Torwart-Routinier Schäfer die Aussetzer. Leute wie Timothy Chandler oder Jens Hegeler, der zur Pause Ilkay Gündogan weichen musste, kamen nie richtig in Fahrt.
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Kein gefühlter Verlierer, aber ein Teilsieger
Nürnberger nach der Nullnummer gegen Mainz demonstrativ gelassen - Nur eine gute Chance durch Ekici
Richtig in Fahrt kamen die Nürnberger - Spieler wie Fans - nur noch einmal, als der Mainzer Keeper Christian Wetklo in vorletzter Minute den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand spielte. Rot wäre die richtige Schlussfolgerung gewesen, ein Rumhacken auf Schiedsrichter Manuel Gräfe nur ein Ablenkungsmanöver. Das wusste Stürmer Julian Schieber nur zu genau: "Die strittige Entscheidung war nicht der Grund, warum wir nicht gewonnen haben."
Und so blieben sie nicht nur in diesem Punkt in Nürnberg relativ gelassen. Mit einem schelmischen Grinsen bemerkte Hegeler ganz trocken: "Wir müssen nicht jetzt Fünfter sein, sondern nach dem letzten Spieltag." Den Franken macht auch die kommende Aufgabe keine Angst: Am Samstag geht es zum zuletzt gestrauchelten Topfavoriten Borussia Dortmund. "Wir wollen dort als Spielverderber auftreten", kündigte Hecking forsch an. In diesem Spiel können die Nürnberger als krasser Außenseiter nun wirklich nur gewinnen.
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