Schüler der Krötensee-Ganztagsklasse 9c zu Gast beim Projekt Jupiter in Hirschbach
Sulzbach-Rosenberg. Der Kontakt kam eher zufällig zustande im Herbst letzten Jahres: Die Krötensee-Mittelschule stieß auf den Verein "Jupiter 49°33'5" e.V., ein Präventionsprojekt gegen Gewalt unter Jugendlichen in den Schulen, und zwar in Person des Vorsitzenden Jörk Kaduk. Für einige Lehrkräfte klangen die Inhalte des Vereinsprogramms ausgesprochen interessant, denn die Themen "Gewaltprävention" und "Teamtraining" sind sicher für jeden Hauptschüler sinnvolle Ergänzung der alltäglichen Lerninhalte.
Im Verlauf der konkreten Planungen blieb allerdings nur die 9. Ganztagsklasse übrig, die nun im März mit ihrem Lehrer Bernhard Hirsch die Reise nach Hirschbach antrat, um sich sowohl auf dem Weg in den Beruf als auch für den kräftezehrenden Anlauf zum Quali noch einmal wichtige Anregungen zu holen.
Durch gezielte Übungen sollten die Schüler ihre konkrete Situation bei der Berufswahl wahrnehmen und im Erleben von Grenzerfahrungen eine Vielzahl der oft zitierten Schlüsselqualifikationen anwenden.
Marsch mit dem Navi
Gleich zu Beginn stand nach der Bahnfahrt bis Etzelwang ein Orientierungsmarsch auf dem Plan, bei dem Schüler mit Hilfe eines GPS-Geräts die Navigation übernehmen durften. Interessant waren dabei nicht nur die Diskussionen bei der Entscheidung "kürzester oder bequemster Weg", sondern auch die Interpretation der Schüler, was unter "der Jahreszeit angemessener Outdoor-Bekleidung" zu verstehen ist.
Natürlich ging es hier nicht nur um eine Wanderung in die Unterkunft bei der Berg- und Skischule Jura Alpin. Doch die eigentlichen Gruppenaufgaben waren so geschickt "getarnt", dass die Schüler gar nicht bewusst mitbekamen, welch vielfältige gruppendynamischen Prozesse abliefen.
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26.03.2011
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Sulzbach-Rosenberg
Weg zum Beruf klar erkennen
Schüler der Krötensee-Ganztagsklasse 9c zu Gast beim Projekt Jupiter in Hirschbach
Nach immerhin viereinhalb Stunden schmeckte das Mittagessen doppelt gut. Der Nachmittag gehörte dann einer Theorieeinheit, die den Ganztagsschülern eindringlich vor Augen hielt, über welch lange Zeitspanne sie mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen über Schulabschluss und Berufseinstieg auskommen müssen.
Auf zum Klettersteig
Den zweite Tag spielte sich komplett am Klettersteig ab. Das Anziehen der Kletterausrüstung erforderte teils schon kräftige Unterstützung, aber mehr noch war Teamgeist gefragt, als man sich in drei Gruppen aufmachte, den Klettersteig zu bezwingen.
Auffallend, dass einige der "Coolsten" plötzlich ganz ruhig wurden und auf der anderen Seite sonst so unscheinbare Persönlichkeiten mit einem Mal die gefragten Helfer und Motivationskünstler waren, als immer mehr spürten, dass sie alleine nicht mehr weiter kommen würden. Ein Tag voller Eindrücke, Spannung und Überwindung, der aber am Ende wirklich nur Sieger hervorbrachte. Den Abschluss bildete die Reflexion über den eigenen Weg in den Beruf. Sie endete mit dem Beschriften von Wortkarten über Dinge, die man gerne mit in den neuen Lebensabschnitt nehmen oder aber als Teil der Kindheit hinter sich lassen möchte.
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Schüler der Krötensee-Ganztagsklasse 9c zu Gast beim Projekt Jupiter in Hirschbach
Den Elementen überlassen
Diese Karten wurden dann bei der Wanderung zum Bahnhof nach Etzelwang inmitten beeindruckender Felsformationen symbolträchtig verbrannt, um sie den Elementen zu überlassen.
Dank galt abschließend dem Team von "Jupiter 49°33'5" sowie der Schlosserei Stockerl aus Ammerthal und Bürgermeister Gerd Geismann, die beide mit großzügigen Spenden die Fahrt ermöglicht hatten.
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