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Ursensollen
Ganz ohne Nebenwirkungen
"Zeitung vor Ort": Einigkeit über gewaltiges Potenzial im Energiesparen
Ursensollen. (ll) Dazu braucht es keinen Wind, keine Sonne, keine Biomasse und auch keine umstrittenen Anlagen, die daraus Energie gewinnen: Das Energiesparen war bei "Zeitung vor Ort" so etwas wie der heimliche Star unter den Möglichkeiten, die Energiezukunft unserer Gemeinden vernünftig zu gestalten. Aus vielen unterschiedlichen Ansätzen heraus kamen die Diskussionsredner immer wieder darauf zurück.
Professor Dr. Markus Brautsch, der "Energiepapst der HAW", wie ihn AZ-Ressortleiter Jürgen Kandziora taufte, sah das mit dem Blick des Wissenschaftlers in erster Linie als "rationelle Energienutzung". Oder mit einer ökonomischen Komponente: "Das Allerwirtschaftlichste ist das Energiesparen, die Effizienzverbesserung."Lorenz Hirsch, der zweite Vorsitzende des Solarfördervereins Amberg, wollte das nicht nur an technischen Entwicklungen festmachen, sondern an jedem Einzelnen: Er hielt 20 bis 30 Prozent Energieeinsparung in Haushalten für möglich, wenn man nur einfach die stromverbrauchenden Geräte sofort nach Gebrauch wieder ausschaltet.
Dass diese Größenordnung zumindest nicht aus der Luft gegriffen ist, bewies die Wortmeldung von Ludwig Wiesner, der die Diskussion eröffnet hatte: In seinem Möbelhaus in Immenstetten habe er durch konsequentes Energiesparen in den letzten drei Jahren den Verbrauch von 16 000 Kilowatt auf 13 000 reduziert.
Auch der Landkreis leiste da seinen Beitrag, unterstrich Landrat Richard Reisinger mit dem Hinweis auf die Altbautage des ZEN, die energetische Sanierung der Landkreis-Liegenschaften oder das Energiegutachten für die Krankenhäuser, das er jetzt in Auftrag gegeben habe. Dahinter stünden die übergeordneten Ziele des Energieplans 2020, bis zu diesem Zeitpunkt 40 Prozent Energie gegenüber den Ausgangswerten des Jahres 1990 einzusparen.
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