Von Josef Maier |
21.03.2011
| Netzcode: 2730525 | 539 Mal gelesen.
Viele Blockaden und kein Bollwerk
Club enttäuscht beim 1:3 gegen Bremen total und geht auf Schiri Weiner los
Nürnberg. Höhenluft ist dünn - und somit gefährlich. Sie könne, so sagen Mediziner, richtig müde machen. Dass der Höhenflug in der Bundesliga, der Marsch Richtung Spitzengruppe, die Leistungsfähigkeit der Nürnberger Fußballer am Samstag hemmte, dürfte aber unwahrscheinlich sein. An der Fitness lag's nicht.
Keine zündenden Ideen
Höhenluft verursacht auch Schwindel, heißt es, doch die Franken wussten nach dem 1:3 am Samstag gegen Werder Bremen zumindest, das spielerische Geschehen klar einzuordnen: "Wir haben die vergangenen Wochen hervorragend gespielt, uns war klar, dass irgendwann wieder ein schwächeres Spiel kommen musste", bilanzierte FCN-Trainer Dieter Hecking. "Uns hat auch die zündende Idee gefehlt." Die Kreativen Ilkay Gündogan und Mehmet Ekici hatten spielerische Blockaden. Die Abwehr, zuletzt gar als Bollwerk beschrieben, war alles andere als das. Und Christian Eigler, gegen St. Pauli Vierfachtorschütze, trat nie in Erscheinung.
Es passte nicht viel, und so schien es, als würde der FCN ob seiner komfortablen Lage in der Liga (42 Zähler) den Punkten nicht allzu sehr nachtrauern. "Wir wollten so schnell wie möglich 44 Punkte", sagte Kapitän Andreas Wolf. "Die haben wir heute nicht erreicht", aber Platz fünf interessiere gar nicht. Mit der Leistung von Samstag dürften europäische Zusatzschichten auch Utopie sein.
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Viele Blockaden und kein Bollwerk
Club enttäuscht beim 1:3 gegen Bremen total und geht auf Schiri Weiner los
So ganz gelassen ertrugen die Nürnberger das 1:3 aber dennoch nicht. Diese Niederlage war eine der ärgerlichsten der Saison. Freilich lobten auch die Gastgeber den Gegner, der die Räume geschickt eng gemacht habe. Werder-Keeper Tim Wiese tönte gar, er habe in dieser Saison noch nie so wenig zu tun bekommen. Doch die Bremer jagen eigentlich niemandem mehr Furcht ein. "Wenn alles normal läuft, ist für uns ein Punkt drin", erklärte Torwart Raphael Schäfer. Zumal schon drei Minuten nach dem 0:1 durch Sandro Wagner (27./Elfmeter) der Ausgleich durch Gündogan fiel. Danach lief aber nicht mehr viel normal: Das 2:1 (50.) der Bremer war ein Geschenk des Clubs an Claudio Pizarro, das Spiel war danach schon fast durch - und völlig aus den Fugen geraten.
Schiedsrichter Michael Weiner hatte es geschafft, die Club-Fans unter den 48 548 Zuschauern komplett gegen sich aufzubringen. "Gegen 12 ist es schwer", bediente Schäfer ein altes Klischee. "Anderes Thema", herrschte Hecking Fragesteller an, die sich nach seinem Disput mit dem Unparteiischen erkundigten. Und dann legte der Trainer doch los: "Wenn einer kleinlich pfeift, ist das okay, aber dann bitte über die 90 Minuten und das auf beiden Seiten." Sein Urteil: "Was sich der Mann in Schwarz geleistet hat, war genauso katastrophal wie unsere Leistung."
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Viele Blockaden und kein Bollwerk
Club enttäuscht beim 1:3 gegen Bremen total und geht auf Schiri Weiner los
Schlitzohr Pizarro
Gelb-Rot für den jungen Timothy Chandler (72.) war ziemlich fragwürdig, und auch das Foul, das dem Elfmetertor zum 3:1 voranging (Pizarro: "Ich glaube, ich habe schon etwas gespürt"), war wohl eine Schauspieleinlage des Peruaners. Auch Weiner hatte seine Blockaden. Aber, und das wussten die Nürnberger genau, am Samstag hätten sie den Ausgleich so oder so nicht mehr geschafft.
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