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26.02.2011
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Oberviechtach
Junge Tüftler auf Erfolgsspur
Zwei Regionalsiege bei "Jugend forscht - Gefährliche Stifte und Folie
Oberviechtach. (lg) Drei Siebtklässler des Ortenburg-Gymnasiums (OGO) nahmen neben weiteren 200 Schülern und Auszubildenden am 16. Regionalwettbewerb der Oberpfalz von "Jugend forscht/Schüler experimentieren" in Neumarkt teil. Vertreten waren die sieben Fachbereiche Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Mathematik/Informatik, Geo- und Raumwissenschaften, Physik und Technik.
Beim Wettbewerb wird jeweils in zwei Altersgruppen gewertet: "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren" für Jugendliche unter 15 Jahren. Seit Oktober letzten Jahres haben die Drei vom OGO mit ihren frei gewählten Themen experimentiert. Ansgar Dirscherl und Kilian Schöberl, beide Klasse 7d, beschäftigten sich mit Tintenrollerstiften, die bei den Schülern immer beliebter werden, da man die Schrift "wegradieren" und überschreiben kann.
Jan meldet Patent an
Die Farbe wird aber nicht wie etwa bei einem Bleistift weggerieben, sondern sie wird nur aufgrund der Wärme, die durch die Reibung entsteht, unsichtbar. Das bedeutet allerdings, dass sie auch bei ausreichend hohen Temperaturen verschwindet, beispielsweise auf einer Heizung, im überhitzten Auto, beim Laminieren. Dies passierte letztes Jahr auch bei einer Schulaufgabe, die eine Lehrkraft auf eine Heizung legte. Die "verschwundene" Arbeit sorgte für große Verwirrung. Hätte der Lehrer sie in die Gefriertruhe gelegt, wäre sie wieder lesbar geworden, da die Schrift bei tiefen Temperaturen wieder erscheint. Das wusste allerdings damals niemand. Diese Effekte untersuchten Ansgar und Kilian, indem sie die jeweils nötigen Temperaturen ermittelten. Außerdem überlegten sie sich praktische Anwendungen dieses "Nachteils". Mit dieser Arbeit gingen sie im Fachbereich Physik bei "Schüler experimentieren" ins Rennen.
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Oberviechtach
Junge Tüftler auf Erfolgsspur
Zwei Regionalsiege bei "Jugend forscht - Gefährliche Stifte und Folie
In derselben Altersgruppe trat Jan Hölzl, Klasse 7b, im Fachbereich Chemie an. Er suchte nach einem Alltagsgegenstand, der vielgebraucht wird und anschließend achtlos weggeworfen wird: Die Frischhaltefolie. Aus seiner Sicht war es zwingend nötig, dass diese biologisch abbaubar sein müsste. So schritt Jan zur Tat und erfand eine. Verschiedene nachwachsende Stoffe wurden gemischt und als dünne Schicht getrocknet. In einer Studie lagerte er Lebensmittel in seiner Folie bzw. in konventioneller Frischhaltefolie und verglich die Ergebnisse.
Beide Teams fertigten schriftliche Ausarbeitungen an, die sie bereits im Januar einschickten. Beim zweitägigen Regionalwettbewerb in Neumarkt wurde jede Arbeit an einem eigenen Stand präsentiert. Mit der Jury waren Fachgespräche zu führen. Und am zweiten Tag war auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen, die innovativen Ideen kennenzulernen.
Nach getaner Arbeit fand die über zweistündige Abschlussveranstaltung und Preisverleihung im Saal des Landratsamtes statt, die mit Spannung von allen Beteiligten erwartet wurde. So grundverschieden die Arbeiten des Ortenburg-Gymnasiums auch waren, überzeugte jede auf ihre Art die jeweilige Jury. Beide wurden in ihren Fachgebieten Regionalsieger. Da war die Freude auch bei Betreuungslehrerin, Oberstudienrätin Paula Deml groß. Für seine "biologisch abbaubare Frischhaltefolie aus nachwachsenden Materialien" erhielt Jan Hölzl auch den Sonderpreis Umwelttechnik dieses Regionalwettbewerbs. Den zusätzlichen Aufwand, den Jan mit seiner Lehrerin betrieben hat, um für seine Erfindung ein Patent anzumelden, war damit mehr als gerechtfertigt.
Landesentscheid im Mai
Ansgar, Kilian und Jan haben sich durch diese Siege für den Landeswettbewerb "Schüler experimentieren" in Dingolfing qualifiziert. Am 2. und 3. Mai werden sie und drei weitere Regionalsiegerteams mit ihren Arbeiten die Oberpfalz bei den bayerischen Tüftlern vertreten.
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