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Neunburg vorm Wald
Energie-Hypothek vierteln
Professor Brautsch stellt Konzept für Kommunen vor - "Gibt Lösungen"
Neunburg vorm Wald. (rid) Bürgermeisterkandidat Martin Birner (CSU) möchte die Zusammenarbeit mit der Hochschule Amberg-Weiden fördern und das wissenschaftliche Know-how zur Erstellung eines kommunalen Energiekonzeptes für die Stadt nutzen. Ähnlich wie es eine oberbayerische Kleinstadt getan hat, über die Professor Markus Brautsch (HAW) bei seinem Vortrag im gut besetzten Sporrer-Saal berichtete.
"Wir brauchen für unsere Stadt ein kommunales Energiekonzept". Seiner Forderung verleiht der Neunburger CSU-Ortsvorsitzende Martin Birner Nachdruck mit dem Hinweis auf die Reduzierung der Energiekosten, eine regionale Wertschöpfung, die Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen und den Klimaschutz. "Wir fangen nicht bei null an", betonte der Bürgermeisterkandidat mit Blick auf den bereits vorhandenen hohen Anteil regenerativ erzeugter Energie, die 2009 bei 17,2 Millionen Kilowattstunden lag. Martin Birner befürwortet die Beheizung der neuen Stadthalle durch Erdwärmesonden und sieht darin ein gutes Beispiel für ein "innovatives Energiekonzept". Der Stadtrat weiß aber auch: "Zur weiteren Umsetzung brauchen wir kluge Köpfe und helfende Hände aus Wirtschaft und Gesellschaft".Zu diesen klugen Köpfen gehört Professor Dr.-Ing. Markus Brautsch. Der Leiter des Instituts für Energietechnik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Amberg-Weiden erläuterte die einzelnen Schritte für ein integriertes Gesamtkonzept. Der Hochschullehrer hat an seinem Institut zehn Wissenschaftler beschäftigt, die zunächst eine CO2-Bilanz und den aktuellen Energiebedarf einer Kommune ermitteln und dabei in der Vergangenheit festgestellt haben, "dass im Schnitt jeder bayerische Bürger pro Jahr zehn Tonnen CO2 emittiert". 2,5 Tonnen sollten es aber nur sein, so der Professor, "wenn wir den nachfolgenden Generationen einen vertretbare Hypothek hinterlassen wollen".
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