Von (mpi) |
21.01.2011
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Sulzbach-Rosenberg
Berengars "Schätze" nach Speyer
Ausstellung zum Königsgeschlecht der Salier mit Objekten aus Sulzbach - 12. Jahrhundert
Sulzbach-Rosenberg. (mpi) Die Grabungen in der Neustadt in den vergangenen Jahren haben es gezeigt: Die Bedeutung der Sulzbacher Burg im frühen Mittelalter kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Eine Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz in Speyer über das Königsgeschlecht der Salier wird daher auch mit Exponaten aus der Herzogstadt aufwarten.
Diese Computeranimation zeigt die Sulzbacher Burg etwa zur Zeit Graf Berengars, der ein wichtiger Gefolgsmann König Heinrichs V. war. Ihm ist nun in Speyer eine Ausstellung gewidmet. Bild: Hensch/Kortlang
"Die Salier - Macht im Wandel" lautet der Titel der Ausstellung in der pfälzischen Domstadt. Der letzte König dieses Geschlechts, Heinrich V., herrschte von 1106 bis ins Jahr 1125. Einer seiner wichtigsten politischen Berater und engster Vertrauter war Graf Berengar von Sulzbach.
Sicher verpackt
Aus diesem Grund kam Lucius Alsen, Restaurator des Historischen Museums in Speyer, zu Besuch nach Sulzbach-Rosenberg, um einige Exponate aus dem hiesigen Stadtmuseum für die große Salier-Ausstellung auszuleihen. Zusammen mit Museumsleiterin Edith Zimmermann und Archäologe Dr. Mathias Hensch begutachtete Alsen die angeforderten Objekte, bevor er sie sicher verpackt mit auf die Reise nach Speyer nahm.
"Für Sulzbach ist die Ausstellung eine großartige Plattform, um sich zu präsentieren", so Hensch. Als wichtiges politisches Zentrum mit reichsweitem Einfluss in der Zeit vom 9. bis ins 12. Jahrhundert ist die Sulzbacher Burg in Fachkreisen mittlerweile sehr bekannt. Über die publizierten Funde kam auch die Museumsleitung in Speyer auf die Sulzbacher "Schätze" und stellte eine Leihanfrage.
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Sulzbach-Rosenberg
Berengars "Schätze" nach Speyer
Ausstellung zum Königsgeschlecht der Salier mit Objekten aus Sulzbach - 12. Jahrhundert
Ein bisschen traurig ist Edith Zimmermann schon: "Wir haben die Schlossabteilung erst letztes Jahr wiedereröffnet und jetzt müssen wir uns von einigen Stücken für eine gewisse Zeit verabschieden. Aber wer sie sehen will, kann ja nach Speyer fahren", meint sie augenzwinkernd. 26 Positionen stehen auf dem "Lieferschein", den Hensch, Zimmermann und Alsen penibel ausfüllen, damit von den oftmals nur Zentimeter großen Objekten ja nichts verloren geht.
Herrschaftlicher Aspekt
Die zur Verfügung gestellten Exponate sollen besonders den herrschaftlichen Aspekt des Frühmittelalters beleuchten und verdeutlichen, wie es zu dieser Zeit etwa in Sachen Wohnkultur und Metallverarbeitung ausgesehen hat. Ein Rasiermesser, eine Vierkantfeile, ein Riemenverteiler vom Schwertgehänge, sowie die Scherben eines Glasflacons gehören mit dazu.
"Eine große Kostbarkeit sind die Fensterglasfragmente mit vorromanischer Glasmalerei", erklärt Dr. Mathias Hensch. Wenn auch der materielle Wert nicht hoch sei, die kulturhistorische Bedeutung sei nahezu unermesslich. Auch eine Streitaxt aus der späten Salierzeit ist mit im Gepäck, ihre skandinavische Form, die für Mitteleuropa eher unüblich war, gibt bis heute noch Rätsel auf.
"Wichtig ist, dass man die Fragmente in der Ausstellung gut inszeniert, damit sie auch wirken und ihre Bedeutung dem Besucher klar wird", so Hensch. Zudem werden drei großformatige 3-D-Visualisierungen das Geschehen in und um die Sulzbacher Burg erläutern.
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