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Pressath/Döllnitz
Döllnitzer setzen auf Blockade
Anlieger sperren aus Angst um Leitungen Zufahrt zu Photovoltaikanlage - Betreiber sieht keine Gefahr
Pressath/Döllnitz. (is/wüw) Der Widerstand der Döllnitzer gegen die zweite Photovoltaikanlage ist ungebrochen. Einige Anwohner blockierten am Donnerstag einen Flurbereinigungsweg, auf dem eine Trafostation zum Gelände hätte transportiert werden sollen - aus Angst vor Schäden an der Fernwärmeleitung, die Haushalte des Ortes versorgt. Die Betreiberfirma hält die Sorge für unbegründet und pocht auf ihr Recht, den Weg zu nutzen.
Im Gewerbegebiet entsteht derzeit eine zweite fünf Hektar große Freiflächen-Photovoltaikanlage (wir berichteten). Gestern wollte die Baufirma, dort zwei Trafostationen auf dem Gelände installieren und diese zuvor über einen Flurbereinigungsweg aufs Gelände transportieren.Dieser Weg gehört einer Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung und ist laut dem Döllnitzer Bernhard Neumann nicht dafür ausgelegt, von schweren Fahrzeugen - etwa einem 80-Tonnen-Autokran - befahren zu werden. Noch problematischer wird der Transport über den Weg, da direkt darunter die Fernwärmeleitung verläuft, die mehrere Haushalte mit der Biogasanlage des Landwirts Alfons Hösl verbindet.
Hohes Gewicht
Die Dölnitzer fürchten, dass die Trafostation und die Baumaschinen durch ihr Gewicht die Leitung beschädigen. Kurzerhand blockierten sie deshalb die Durchfahrt mit Traktoren und Anhängern. "Wir lassen uns unsere Zuleitung nicht kaputt machen", so der Döllnitzer Bernhard Neumann.
Selbst wenn Schäden nicht sofort auftreten würden, könne die Isolierung der Leitung beschädigt werden. "Wenn es dann in fünf Jahren passiert, ist die Firma nicht mehr in Döllnitz, und wir sind die Dummen", argumentieren Neumann und seine Mitstreiter. Außerdem beschweren sie sich darüber, dass das Unternehmen Grundstücke umgebaggert habe, ohne die Besitzer zu informieren.
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