Heidelberg
Die Welt wurde nicht friedlicher
Konfliktforscher: Im Jahr 2010 zwar zwei Kriege weniger, aber mehr blutige Gewalt
Leicht zurückgegangen ist in diesem Jahr laut "Conflict Barometer 2010" die Zahl der Kriege und gewaltsamen Konflikte im Vergleich zu 2009. Von den 363 beobachteten Auseinandersetzungen stufte das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIIK) sechs als Kriege und 28 als hochgewaltsame Konflikte ein. 2009 waren es acht Kriege und 33 hochgewaltsame Konflikte gewesen, wie das HIIK am Mittwoch mitteilte. Allerdings sei die Gesamtzahl der gewaltsamen Krisen weltweit um zehn Prozent auf nun 126 gestiegen. Die Welt sei 2010 also nicht friedlicher geworden, betonte HIIK-Vorstand Lotta Mayer.Als Krieg stufte das Institut die Auseinandersetzungen in Afghanistan, Pakistan, Irak, Somalia, im sudanesischen Darfur sowie die Auseinandersetzungen zwischen Drogenkartellen und Regierung in Mexiko ein. Mit je neun hochgewaltsamen Konflikten sind der Vordere und Mittlere Orient sowie Asien die am stärksten von Konflikten betroffenen Regionen der Erde. Für die afrikanischen Staaten gibt der "Conflict Barometer" fünf hochgewaltsame Krisen an. In Europa führt die Statistik die Auseinandersetzungen in den russischen Kaukasusprovinzen Dagestan und Inguschetien auf.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.















































































