- Seite 1
- Seite 2
Amberg
Neue Schule: Schluss mit Larifari
Konfrontative Pädagogik setzt auf klare Positionen und volle Verantwortlichkeit
Amberg. (zm) Wer zuschlägt, macht sich nicht nur strafbar, er kündigt auch den gesellschaftlichen Konsens des Rechts auf körperliche Unversehrtheit auf. Unausgesprochen lernt er jedoch auch etwas: Der Stärkere setzt sich durch. Das kann zu einem fatalen Teufelskreis werden, der in der Regel schnurstracks in eine Haftanstalt führt.
Auf Initiative der Diakonie findet seit Mittwoch eine zweitägige Fortbildung mit dem Titel "Konfrontative Pädagogik im Umgang mit aggressiven Menschen" statt. Wie Stefan Strauß, geschäftsführender Vorstand des Diakonischen Werkes Sulzbach-Rosenberg, unterstrich, hat die jüngste Arbeit des Emma-Lampert-Hauses für ehemalige Strafgefangene eine intensivere Beschäftigung mit dieser Thematik nahegelegt.Schon praktiziert
Eine höhere Gewaltbereitschaft und ausgeprägtere Brutalität unter Jugendlichen gilt als Fakt. Das Lampert-Haus, so dessen Leiter Hans-Jürgen Miksch, hatte erst kürzlich ein sich über 20 Sitzungen erstreckendes Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) anbieten können. Ein aus seiner Sicht überzeugender Ansatz, von Aggressionen geleitete Menschen in die Pflicht ihrer Verantwortung zu nehmen. Rund 50 Teilnehmer aus der Region, so Diakonie-Sprecher Albrecht Winter-Winklmann, haben das Fortbildungsangebot angenommen. Beruflich verankert sind sie in der Jugend- oder Sozialarbeit, Justiz (Bewährungshelfer), pädagogischen Einrichtungen sowie dem behördlichen Sozialwesen.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
- Seite 1
- Seite 2









