Kein großes
Kommentar von Heinrich Mayer
Kino
Es läuft nicht gut in Bodenwöhr. Die allgemeine "Atmosphäre" in der Bürgerschaft war schon mal besser, vorhandene Gräben werden breiter und die missliche Situation spiegelt sich im Umgang der Verantwortlichen wider. Kurzum: Die Nerven liegen blank.
Am Donnerstagabend wurde diese Einschätzung auf eklatante Art und Weise bekräftigt. Es dürfte ein Novum sein, dass der Geschäftsleitende Beamte wutentbrannt die Sitzung eines städtischen Entscheidungsgremiums verlässt. Zugegeben: Er wurde von einem CSU-Rat mit dem Vorwurf der Lüge hart angegangen. Nun hätte der Bürgermeister aber entschieden eingreifen müssen. Zum einen, um das Gemeinderatsmitglied zur Ordnung zu rufen, zum anderen um den Geschäftsleiter, der zugleich das Protokoll führt, vom Verlassen des Saals abzuhalten.
Doch es ging alles ganz schnell. Wer die Angelegenheit miterleben musste, wähnte sich in einem schlechten Film mit äußerst bitterem Beigeschmack. Großes Kino sieht jedenfalls anders aus.
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