Von (zm) |
30.09.2010
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Amberg
Auf dem Weg der Besserung
Ehemaliges Bundeswehr-Krankenhaus liegt nicht mehr nur brach - Konzept nimmt Gestalt an
Amberg. (zm) Leipzig steht Pate und ist schon ein Stück weiter. Doch Amberg soll nicht der Juniorpartner belieben. Das sind die Pläne der Golden Gate AG, die heute Eigentümer der beiden ehemaligen Bundeswehr-Krankenhäuser (BWK) ist. Rund eineinhalb Jahre nach dem Erwerb des Komplexes an der Köferinger Straße steht das Konzept, fallen Mauern.
"Sind schon gefallen", wird Aribert Wolf, einer der beiden Golden Gate-Vorstände, konkreter. Im mittleren Bereich des Krankenhausareals seien bereits für den Investor uninteressante Gebäude teils komplett abgebrochen worden oder liefen diese Arbeiten gerade richtig an. Etwa beim ehemaligen Offizierskasino. Dem hat ein Bagger schon kräftig eine aufs Dach gegeben. Die benachbarte frühere Leichenhalle ist bereits komplett verschwunden.
Bundeswehr als Mieter
Ziel ist laut Wolf, die künftigen Nutzungen klar zu entzerren. Vom einstigen BWK ist die Bundeswehr als Mieter eines Fachsanitätszentrums übrig geblieben. Dessen Raumbedarf beschränkt sich jedoch auf nur noch rund ein Drittel der vorhandenen Gebäudesubstanz. An der zuletzt niegelnagel-neuen Lazarettapotheke, die nicht mehr ganz fertig gebaut wurde, arbeiten erneut Handwerker. Dieser Teil soll dem Sanitätszentrum zugeschlagen werden.
Leipzig schon weiter
An den bereits beim Erwerb des BWK von Golden Gate entwickelten Vorstellungen, hier ein hochspezialisiertes orthopädisches Fachzentrum für Endoprothetik (künstliche Gelenke) aufzubauen, hat sich laut Wolf nichts geändert. Vielmehr seien diese Überlegungen deutlich konkretisiert worden und stünden in Leipzig unmittelbar vor der Umsetzung. Dort habe als Partner die "edia.con" gewonnen werden können, eine gemeinnützige Trägergesellschaft der evangelischen Diakonie für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen.
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Amberg
Auf dem Weg der Besserung
Ehemaliges Bundeswehr-Krankenhaus liegt nicht mehr nur brach - Konzept nimmt Gestalt an
Als medizinische Leitfigur und Kapazität setzt die Golden Gate Klinik Management bei ihren orthopädischen Plänen auf Prof. Dr. Rudolf Ascherl, einen gebürtigen Tirschenreuther. Er gilt als eine Koryphäe auf dem Gebiet der Endoprothetik. Rund um diese medizinischen Fachkenntnisse soll sich auch das Amberger Projekt entwickeln. Am Bedarf für bis zu 120 Betten in Amberg bestehen für Wolf keine Zweifel. Auf etwa 9000 pro Jahr beziffert er die Fallzahlen in Deutschland, die eine derart hochspezialisierte klinische Fachmedizin erfordern würden.
Es dauert noch
Genau darauf soll die künftige Gebäudestruktur des ehemaligen BWK ausgerichtet sein. Das zieht noch weitere Abrissarbeiten wie parallel Neubauten nach sich. Mindestens ein Jahr werde es deshalb noch dauern, bis die Golden Gate sozusagen selbst ihren Klinikbetrieb in Amberg aufnehme, beschrieb Wolf ein mögliches Zeitfenster. Mit der Grabesruhe, so Bernd Geißler, der Objektmanager vor Ort, sei es um ihn herum seit ein paar Wochen vorbei. Neben dem eher unauffälligen derzeitigen Bundeswehr-Sanitätsbetrieb bestimmen Bauarbeiter das Geschehen auf dem Gelände. Als nächste Entscheidung größerer Tragweite steht an, ob das langgestreckte ehemalige Hauptbetten-Gebäude abgerissen, oder anderen Nutzung zugeführt werden soll. Es stammt noch aus den 30er Jahren, als das Lazarett aufgebaut wurde.
Wolf kann sich derzeit ebenso einen Abriss wie eine ausgegliederte, vollkommen anderweitige Nutzung vorstellen. Ebenso, auf dem BWK-Gelände vorhandene Straßentrassen zu einer Verbindungsspange zwischen der Köferinger Straße und dem Liebengrabenweg auszubauen. Darüber und über viele andere bauliche Details wolle sich Golden Gate noch mit der Stadt abstimmen.
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