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Kirchenthumbach
Auch Thumbacher dürfen mitfeiern
"Krawandorfer" haben bis Montag Kirwa - Am Samstag Tanz in der Tenne
Kirchenthumbach. (ü) Die "Krawandorfer" laden bis einschließlich 13. September zur Kirwa ein. Die "Krawandorfer" nahmen schon immer, vor allem seit dem Dreißigjährigen Krieg, eine Sonderstellung ein. An diesem Wochenende feiern sie ihre Kirwa. Dazu sind auch die übrigen Kirchenthumbacher eingeladen.
Die "Krawandorfer" sind jene Bürger, die "über dem Thumbach" wohnen. Die Grenze des Grubbaches, wie manche meinen, gilt nicht: Die Bewohner des Sandbrunnens sind nie und nimmer "Krawandorfer", wohl aber die "Hirtengäßler".Markt war für Kroaten tabu
Die Bezeichnung "Krawan" ist abgeleitet von Kroaten. Während des Dreißigjährigen Krieges banden beim Durchmarsch kroatischer Soldaten ihre Pferde an die Bäume und ließen sich außerhalb der Marktmauer nieder. Den Markt durften sie nicht betreten, weil man den Burschen nicht so recht über den Weg traute. Heute ist natürlich alles anders, behaupten die "Krawandorfer" von sich. Sie dürfen sich ungehindert im Markt bewegen und am Thumbacher Leben teilhaben. Dass das Bergfest ausgerechnet mit der "Krawankirwa" zusammenfällt, ist reiner Zufall. Die Bergkirche, und darauf legen die eingeborenen Kirchenthumbacher größten Wert, haben die Thumbacher, also die innerhalb der Marktmauern wohnenden Bürger gebaut und auch bezahlt.
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