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Amberg
Demo gegen Demo
Linke und Rechte "treffen" sich auf Marktplatz
Amberg. (ass) Mit einer Mahnwache auf dem Marktplatz gedachte am Mittwoch die Verdi-Jugend gemeinsam mit K.A.O Amberg des Todes von Klaus Peter Beer, der vor 15 Jahren von zwei Neonazis zusammengeschlagen und in die Vils geworfen wurde, wo er ertrank. Mit dieser Aktion wollten die Organisatoren "der Politik des Verdrängens und Ignorierens entgegentreten."
Rund 25 junge Leute stellten sich am Nachmittag auf dem Marktplatz auf, ausgerüstet mit Transparenten und Flugblättern. Sie riefen die Mordtat an Klaus Peter Beer in Erinnerung, für die zwei Rechtsradikale zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden waren. Der Grund für seinen Tod war seine Homosexualität, die den beiden Tätern offenbar nicht in ihr Weltbild gepasst hatte. Die Tat sei längst vergessen und werde in der Stadt Amberg verschwiegen, so der Verwurf der Demonstranten.Nur wenige Meter entfernt von der Mahnwache bauten sich am Mittwoch rund 20 Personen auf, die ganz offensichtlich der rechten Szene zugeordnet werden können. "Wir sind die, wegen denen die dort da sind", so sagte einer der Rechten, die ebenfalls Flugblätter verteilten. Darin warfen sie der deutschen Linken vor, volksfeindlich zu sein und für eine multikulturelle Gesellschaft einzutreten. Ganz gezielt hielt sich die Polizei zurück, der Leiter der Amberger Inspektion, Robert Hausmann, sorgte in seiner ruhigen Art dafür, dass die Situation zu keiner Zeit eskalierte.
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