Sulzbach-Rosenberg
Baum festgekeilt in der Erden
Kirwa in Rosenberg: Gelungener Auftakt
Sulzbach-Rosenberg. (gfr) Die beiden pechschwarzen Percheron-Kaltblüter Nick und Felix kannten am Samstag den Weg schon, auf dem sie den Rosenberger Kirchweihbaum, eine über 30 Meter hohe Fichte aus dem Stadtwald, vom Kettelerhaus, am Feuerwehrhaus vorbei, zum Kirchweihplatz ziehen mussten. Es war nicht das erste Mal, dass die Rösser die Ehre hatten, den Festzug anzuführen.
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| Eine stattliche, 30 Meter hohe Fichte stellten die Rosenberger Kirchweihleute in der Dorfmitte auf. Bild: gf |
Erinnerungen werden wach
An den Gesängen der Kirchweihpaare hatten die zahlreichen Schaulustigen ihre wahre Freude. Viele in die Jahre gekommene Kirchweihburschen erinnerten sich dran, wie es vor 30 oder gar 40 Jahren so zuging. Niemand würde daran zweifeln, dass die Rosenberger schon damals die kräftigsten Burschen und natürlich auch die hübschesten Mädchen hatten.
Am Dorfplatz übernahm Zimmerermeister Christian Weiß lauthals das Kommando und auch die Verantwortung, dass der Kirchweihbaum mit dem dicken Ende im Boden verschwand und der Wipfel sich immer mehr aufrichtete. Hölzerne Schwalben in allen Längen lagen bereit, wurden mit den "Gabeln" an den Fichtenstamm geschoben, damit dann mit einem gemeinsamen kräftigen "Hauruck" der Stamm wieder um einige Zentimeter angehoben werden konnte. Nicht zur Unterstützung, sondern nur zur Sicherheit zog die Rosenberger Feuerwehr ihr Stahlseil ein.
Eine Stunde Schwerstarbeit
Nach einer guten Stunde stand der Baum aufrecht. Christian Weiß nahm noch einmal Maß, und dann wurde der Kirchweihbaum so verkeilt, dass er die nächsten Wochen sicher stehen bleibt und auch nicht von Holzfrevlern umgesägt und gestohlen werden kann.
87 Bilder
Bilder von Wolfgang Steinbacher und Gerhard Franz
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